Stubenküken Kartoffeln Karotten Chicoree Pfifferlinge


Ich hab ein paar Tage Urlaub und konnte deshalb auf den Mittwochsmarkt. Ja, Pforzheim hat am Turnplatz an 2 Tagen Markt. Dazu kommen der Freitagmarkt am Pfälzer Platz in der Nordstadt, und mindestens noch der biolastige Markt am Rathaus, den man an verschiedenen Tagen sehen kann. Dieser Markt ist speziell, weil die Händler grösstenteils nur hier ihre Waren anbieten. Die anderen Märkte werden von den Händlern und Bauern vom Turnplatz abgedeckt.

Jedenfalls wollte ich mich wieder mit meinen XL-Bio Eiern eindecken, aber die Furcht vor dem Gift trieb wohl die ganze Stadt auf den Markt – alles ausverkauft. Ironischerweise war ich später am Tag in einem Aldi (wegen eines Weines) und sah Bio Eier noch und nöcher. Die waren vor ein paar Tagen noch leergefegt gewesen (Ich überhörte ein Gespräch des Personals, das erklärte, daß die Eier weggeräumt worden waren).

Stattdessen sah ich ein einzelnes Stubenküken da liegen. Zuerst hätte ich fast ein Perlhuhn genommen, aber das ist zu groß, um an einem Tag gegessen zu werden und ich komme diese Woche nicht mehr dazu und Platz hab ich im Gefrierschrank auch keinen mehr.

Zum mise en place gehört das Suppengrün, um eine Sauce anzusetzen. Das schnitt ich in kleine Würfel. Karotten wurden geschält und der Länge nach geviertelt, der Chicoree wurde auch geviertelt, entstrunkt (geiles Wort!) und in breite Streifen geteilt. Die Pfifferlinge putzte ich und stellte auch sie auf die Seite.

Zuerst briet ich eine Handvoll Speckwürfelchen an, um danach den Chicoree dazuzugeben. Nachdem der soweit weich war gab es einen Schluck Weisswein und dann einen 1/3 Becher Sahne dazu, außerdem eine Prise Muskat, Salz und Pfeffer.

Die Karotten garte ich mit Salz und Zucker in kochendem Wasser. Später gab ich sie zum Chicoree.

Jetzt briet ich das Suppengrün mit etwas Tomatenmark scharf an undlöschte es später mit Rotwein ab, um es als Unterlage in einen Bräter zu geben. Dazu gesellten sich ein paar halbierte, geschälte Kartoffeln und das gesalzene und gepfefferte Stubenküken. Das alles kam bei 200 C in die Bratröhre. Nach einer guten Stunde war es dann soweit (ich hatte es dazwischen zweimal gewendet).

Ich konnte servieren. An der Sauce hab ich nichts mehr gemacht, sie sah zwar dünn und ungebunden aus, hatte aber Geschmack und erfüllte ihren Zweck.

Es hat ziemlich gut geschmeckt, auch die etwas eigene Gemüsekombi konnte (mich) überzeugen 🙂  Und das Stubenküken war wunderbar zart und saftig!

 

 

 

 

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10 Kommentare zu “Stubenküken Kartoffeln Karotten Chicoree Pfifferlinge

  1. Sahneplatten sagt:

    Ich HABE jetzt Hunger! Sag mir nicht, ich darf das nicht zum Frühstück essen….:D

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  2. sieht wie immer super lecker aus!!! Ich mag auch deinen Schreibstil 🙂 musste schmunzeln. Das Stubenküken gab es tatsächlich im Aldi??? das habe ich bei uns in KA noch nie gesehen….-.-

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    • Alex sagt:

      Ähem, da hab ich wohl noch schnell einen Satz zwischengeschoben. Das Stubenküken ist vom Geflügel- und Eierhändler auf dem Markt. Bei Aldi kaufte ich Wein. KFleisch kauf ich bei Aldi keines.
      Und ihr seid tatsächlich aus KA?
      Bis vor 4 Jahren hab ich dort gelebt, zuletzt in der Nordstadt. 30 Jahre, meine Lieblingsstadt, derer die ich kenne.

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  3. malou sagt:

    Wieso findest du deine Gemüsekombi eigenartig. Chicorée mit Pfifferlingen und Speck finde ich toll! Na gut die Karotten passen vielleicht farblich nicht so gut , aber ich liebe trotzdem Karotten, die in einer Sauce geschmirt sind. Ein schönes Gericht! Und wenn man dann auch noch Urlaub hat, hat man richtig Zeit zum geniessen! Viel Spass im Urlaub. Ich habe auch 4 Wochen frei, eine richtige Wohltat! LG Malou

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  4. malou sagt:

    Entschuldige, das heisst natürlich „geschmort“ und nicht geschmirt😄

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