Haus


Das Aquarell entstand im ersten Jahr der Kunstschule. Es war das erste Aquarell, das mir selbst gefiel. Hier sieht man schon die Liebe zu einfachen geometrischen Formen und starker Vereinfachung.

Es gefällt mir immer noch gut.

 

Ich begann  mit den Primärfarben und erweiterte diese langsam mit Türkis- und Braunvarianten.

Es gibt nicht viel mehr darüber zu berichten, es kam automatisch aus mir heraus, einfach wie es war, und ich liess es, wie es war.

Die Arbeit hat ein Maß von 31,5×44 cm. Das Papier ist eine Art von billigem Prägebütten. Sie entstand 1980.

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Blitzballett


Das heute vorgestellte Bild ist ein frühes, gemalt während meiner Zeit an der Kunstschule. Ich suchte damals nach Malgründen, die ich mir leisten konnte und die eine gut Malfläche abgeben.

Meine Wahl fiel auf Hartfaserplatten von 5mm. Die waren dick genug, sich nicht gleich zu verziehen und boten genügend Widerstand, daß man relativ frei darauf malen konnte.

Allerdings machten sie auch mehr Arbeit. Man mußte sie von beiden Seiten grundieren nachdem man die glatte Seite angerauht hatte und diese Seite anschliessend mit einem Leinöl-Terpentin Gemisch einlassen.

Nachdem diese sehr aromatische Mischung getrocknet war, konnte man darauf malen.

Das Thema des Bildes ist erst einmal die Landschaft, und zwar der Blick auf den Emmertsgrund bei Heidelberg, wo ich zu der Zeit mit meiner Familie wohnte. Diesen Blick, und auch den entgegengesetzten, nämlich den von oben ins Tal hab ich einige Male gemalt und auch gezeichnet.

Der Auslöser aber, genau dieses Bild zu malen, war aber eine Autofahrt zum Emmertsgrund von Sandhausen oder der Richtung kommend, während ein Gewitter auf uns niederging.

Es war ein majstätischer Anblick – überall auf dem Emmertsgrund, einer erhabenen Hügelkette, prasselten die Blitze ein, nicht nur einzelne, sondern ganze Blitzcluster und erhellten die Nachtlandschaft mit ihrem grellen Licht.

Es sah aus wie eine große Inszenierung, und so hab ich es auch versucht, zu malen, mit einer großen Ordnung und einem Rhythmus, dem alles im Bild untergeordnet ist.

 

Ganz oben die blauen Dreiecke zeigen den Himmel an, darunter sieht man die verschiedenen Hügel in denen darunter der Emmertsgrund eingebettet ist. Die Hochhäuser (der Emmertsgrund ist eine Hochhaussiedlung) wurden durch die Farben Gold, Silber und Rot dargestellt. Darunter sieht man die Wingerte unterhalb des Emmertsgrunds, wo auch Wein angebaut wird. Die große graue Kurve links im Bild ist die Strasse, die in den Emmertsgrund führt, der gelb rote Kasten rechts unten im Bild ist das Einkaufszentrum in Heidelberg-Süd, ein (ehemaliges) Famila-Center.

Die Blitze sprechen für sich.

 

Die Arbeit hat die Größe 50×80 cm, es wurde mit Ölfarben gemalt. Das Entstehungsjahr ist 1982.

Kalbsnackensteak Kaiserschoten Mais Kartoffeln


Ich bekam heute beim Metzger ein Kalbsnackensteak. Das kannte ich bisher noch nicht, nur die Entsprechung von Schwein und Rind.

Da ich einige Sachen im Haus hatte, machte ich einiges dazu.

Etwas weniger wäre auch OK gewesen 🙂

Zuerst schnitt ich eine geschälte Kartoffel in ganz dünne Scheiben und schichtete die dann in Form einer Rosette auf ein gebuttertes Backpapier. Die Rosette wurde gesalzen und gepfeffert.

Sie wurde eine knappe halbe Stunde im Ofen bei 190 C gebacken. Bevor ich die Rosette in den Ofen schob, gab ich noch eine Flocke Butter in die Mitte.

 

Als nächstes putzte ich meine letzte Spitzpaprika und schnitt sie in kleine Stücke. Die briet ich in Rapsöl an und gab nach kurzer Zeit 4 geviertelte Kirschtomaten dazu. Dann gab es Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker und einen kleinen Schluck Weißwein dazu. 2 Knoblauchzehen und eine rote Zwiebel komplettierten die Zutatenliste. Nachdem alles weichgegart war, gab ich die Masse in ein Gefäß für den Pürierstab. Es gab noch eine fein gehackte Jalapeno und eine kleine Handvoll frischen Basilikum dazu. Dann wurde püriert.

Die Sauce gab es später als Grundlage unter den Kaiserschoten. Die wurden nur in Salzwasser knackig gegart und dann kalt abgebraust, um die Farbe zu behalten.

Einen Maiskolben hatte ich auch, den machte ich wie immer, einfach 20-25 Minuten ohne Salz in Wasser kochen.

Ich gab das Steak in eine Pfanne und briet es langsam auf beiden Seiten an. Es ist durchzogen von Fettstreifen (wie auch beim Schweinehals) und muß eine Weile garen, damit ein Teil des Fetts wegschmelzen kann. Das bedeutet auch, daß es kein Fleischstück ist, das man medium-rare zubereiten sollte.

Das Ergebnis war ziemlich gut. Es gab zwar noch Fett, aber man konnte es gut erkennen und daran entlang schneiden. Zum Schluss verbrauchte ich noch den letzten Rest Steinchampignons, die ich blättrig aufschnitt und in die Pfanne mit dem Steak gab.

 

Von der Sauce hab ich noch einiges mehr, die kommt nochmal zum Einsatz, vielleicht als Pastasauce 🙂

Die Kartoffelrosette war zwar lecker, aber ich hatte gehofft, daß sie mehr zusammenhält. Es waren wohl Kartoffeln mit zuwenig Stärke, um das zu erreichen. Geschmeckt haben sie trotzdem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thun Paprika Mango Pfifferlinge


Beim Fischhändler über die Strasse gab es ein Stück Thun, das ich unbedingt haben wollte. Beim Gemüsehändler daneben gab es frische Pfifferlinge, Schnittlauch und Limette.

Zuhause hatte ich noch Spitzpaprika, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Jalapeno und eine Mangohälfte.

Paprika, Frühlingszwiebel, Jalapeno und Knoblauch wurden erst kleingeschnitten und dann scharf angebraten, dann langsamer gegart. Später gab ich die Mangostückchen der zweiten Hälfte dazu und schmorte sie mit, bis sie schmolzen. Die Paprikamischung war sehr reizvoll: Sie hatte die natürliche Süße der Paprika, zusätzlich auch die der Mango und dann noch die zwiebelige Grundlage der Frühlingszwiebeln und eine leichte Schärfe durch die Jalapeno.

Die Pfifferlinge briet ich in einer zweiten Pfanne vor und stellte sie danach zur Seite.

Die zwei Thunmedaillons wurden mit grobem Salz gewürzt und auf beiden Seiten kurz aber scharf angebraten. Ich schnitt die Medaillons auf und gab die Pfifferlinge noch mal hinein.

Ich gab noch den Saft einer halben Limette in die Paprika-Mango Mischung und ließ alles noch einmal aufkochen.

Jetzt mußte ich nur noch anrichten. Lecker war es!

 

 

 

 

 

Bubbles


Dieses Bild hat die gleiche Motivation gemalt zu werden wie “Swamp Gas”, das Wasserbild mit den Blasen.

Hier ist das Format etwas kleiner, alles ist irgendwie gedrungener und vermischt sich mehr zwischen den Ebenen. Wo es bei Swamp Gas Hinter-, Mittel- und Vordergrund gab, ist er hier größtenteils aufgelöst.

 

Bubbles

Man kann schemenhaft Wasser, Pflanzen und eben auch Bubbles, also Luftblasen erkennen. Alles ist mit einem starken Pinselstrich gemalt, filigran ist hier nichts.

Es ist ein weiteres Bild das sich mit dem Wasser beschäftigt als Lebensraum, als Aggregatszustand, Grundstoff, Lebensgrundlage, mystisches Transportmittel von Geschichten der Menschen.

Durch das Übereinanderlegen der verschiedenen Farb- und Zeichenschichten entstehen zufällige Überlappungen, die für sich angeschaut wieder andere Gedanken an die Oberfläche befördern, wie Luftblasen das tun. Bubbles, eben.

Die Arbeit entstand 2014, es handelt sich um Acrylfarbe auf grundiertem Karton.

Both sides of the fence


Hier ist ein zweites Bild, das wie das Gestrige den Titel durch den Malprozess bekommt.

Ich zeig es vielleicht zuerst:

 

wie beim Bild gestern bemalte ich die Fläche und ließ mich ganz von subtilen Farben- und Formvariationen leiten. Irgendwann sah ich diese Zaunähnliche Struktur, die das Bild aufteilt, und die Titelgeber wurde.

Was mir selbst am Bild gefällt, ist die scheinbare Zufälligkeit der Farben und der (diffusen) Zeichen und Formen. Man kann sie nicht eindeutig benennen, sondern nur vermuten, was gemeint ist, was natürlich jedem die Freiheit gibt, sich selbst ein Bild zu machen 🙂

Um zu zeigen, daß ich mit diesem Ansatz nicht alleine stehe, zeige ich noch ein Bild eines Künstlers, den ich sehr respektiere, dessen Werk aber für mich lange sehr schwer zugänglich war.

Am Ende fand ich den Zugang zu seinem Werk über die Tatsache, daß er eines gemeistert hat, das mir bisher verschlossen bleibt; das Großformat.

Seine Bilder sind oft 4m breit und fast 2 m hoch, manche, die als Serien angelegt sind, können viele Meter lang sein. Was darauf passiert, ist verschlüsselt und schwer zu deuten, aber in der Kunstgeschichte verankert, mehr als viele andere.

Cy Twombly – Vertreter der New York School (25. April 1928 in Lexington, Virginia; † 5. Juli 2011 in Rom, Italien)

Wer lesen will: Hier

 

 

 

Meine Arbeit hat das Maß 31×23 cm, mit einem Passepartout von 40×59 cm.

Es wurde mit Acrylfarben und Bleistift gemalt/gezeichnet.Es gibt auch Kratzspuren und andere Techniken, den Untergrund zu beeinflussen. Die linke Hälfte des “Zauns” ist weggekratzt, d.h. das Weisse ist der unbemalte Untergrund.

The scorched earth spares no one…


Das heute gezeigte Bild hat einen ziemlich langen und deprimierenden Titel: “The scorched earth spares no one; the ghost-fish flee in vain”, etwa: ” Die verbrannte Erde macht vor keinem Halt; die Fischgeister fliehen vergebens” Ich kam erst nachdem ich das Bild gemalt hatte auf den Titel.

Ich weiss, daß ich dieses Gelb schön dominant und grob aufgetragen hatte und einen abgetönten Kontrast brauchte. Der wurde dann bläulich-grau.

Ohne darüber nachzudenken, fing ich an diese Fischfiguren mit Bleistift in die noch feuchte Farbe zu zeichnen um dann wieder mit Weiß oder Grau leicht lasierend drüber zu gehen und dadurch Ebenen zu schaffen.

Durch die sanfte Diagonale von rechts oben nach links unten und dadurch, daß alle Geister in eine Richtung schwimmen, entsteht eine Dynamik wie bei einer Flucht oder einer Stampede=Herdenpanik.

Die Bezeichnung Geister hat damit zu tun, daß die Fische als Umrisse dargestellt werden, und im Gelben dann mit Weiß dargestellt werden.

Den ominösen Titel hab ich nicht so sehr gewählt, als dass er mir zugeflogen ist. Für mich hat er etwas von Beschreibungen der Apocalypse oder auch eine der Höllen von Dante in der göttlichen Komödie. Normalerweise wäre mir der Titel zu ernst, aber er steht im Kontrast zum fast abstrakten Hintergrund des Bildes und den hingehuschten Figuren.

 

Die Arbeit hat ein Maß von 31×23 cm, das Passepartout ist 40×50 cm groß. Es ist auf Bütten, grundiert mit Gesso, gemalt, mit Acrylfarben und mit Bleistift.