Both sides of the fence


Hier ist ein zweites Bild, das wie das Gestrige den Titel durch den Malprozess bekommt.

Ich zeig es vielleicht zuerst:

 

wie beim Bild gestern bemalte ich die Fläche und ließ mich ganz von subtilen Farben- und Formvariationen leiten. Irgendwann sah ich diese Zaunähnliche Struktur, die das Bild aufteilt, und die Titelgeber wurde.

Was mir selbst am Bild gefällt, ist die scheinbare Zufälligkeit der Farben und der (diffusen) Zeichen und Formen. Man kann sie nicht eindeutig benennen, sondern nur vermuten, was gemeint ist, was natürlich jedem die Freiheit gibt, sich selbst ein Bild zu machen 🙂

Um zu zeigen, daß ich mit diesem Ansatz nicht alleine stehe, zeige ich noch ein Bild eines Künstlers, den ich sehr respektiere, dessen Werk aber für mich lange sehr schwer zugänglich war.

Am Ende fand ich den Zugang zu seinem Werk über die Tatsache, daß er eines gemeistert hat, das mir bisher verschlossen bleibt; das Großformat.

Seine Bilder sind oft 4m breit und fast 2 m hoch, manche, die als Serien angelegt sind, können viele Meter lang sein. Was darauf passiert, ist verschlüsselt und schwer zu deuten, aber in der Kunstgeschichte verankert, mehr als viele andere.

Cy Twombly – Vertreter der New York School (25. April 1928 in Lexington, Virginia; † 5. Juli 2011 in Rom, Italien)

Wer lesen will: Hier

 

 

 

Meine Arbeit hat das Maß 31×23 cm, mit einem Passepartout von 40×59 cm.

Es wurde mit Acrylfarben und Bleistift gemalt/gezeichnet.Es gibt auch Kratzspuren und andere Techniken, den Untergrund zu beeinflussen. Die linke Hälfte des „Zauns“ ist weggekratzt, d.h. das Weisse ist der unbemalte Untergrund.

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4 Kommentare zu “Both sides of the fence

  1. Hi Alex, auf mich wirkt das Bild sehr beruhigend und gleichzeitig anregend. Es lädt geradezu zum entschlüsseln , oder korrekter geschrieben, zur eigener Interpretation ein. Das Spiel der deckenden Farben sagt mir , entspanne Dich und betrachte. Bei näheren Betrachtung entdecke ich die von Dir erwähnten und auch sichtbaren Komponente die geheimnisvoll anmuten. Gefällt mir sehr gut und zölle Dir großen Respekt dafür. Ich denke, man sollte erst dann kritischer damit umgehen wenn man es besser machen kann.Kompliment

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  2. ich liebe den hund auf der anderen seite des zauns bevor er den postboten beißt. vielen dank für die begegnung mit dem hintergründigen, groß(form)artigen cy twombly!

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