Ohne Titel/Landschaft


Hab ich schon erwähnt, daß ich rhythmische Sachen mag? Ach so, ich glaube ja 🙂

Bei diesem Bild handelt es sich um ein grundiertes Stück Papier, dem ich noch ein Stück Stoff und eine Schnur hinzugefügt habe, was es zur Collage macht. Die Schnur hab ich in Gesso getränkt und sie dann auf den noch feuchten Malgrund gegeben, wo ich sie durchtrocknen liess. Danach hab ich das kleine runde Leinenstück getränkt und über die Schnur gelegt, nachdem ich sie wieder befeuchtet hatte. Das Leinenstück wurde später zum Mond.

Ich habe, nachdem alles wieder trocken war ein paar diagonale und horizontale Linien gezogen. Die   ein Dreieck mit nach unten ausgerichteter Spitze. Dieses Dreieck definiert die Markierungslinie der verschiedenen Farbflächen, die sich über das Bild verteilen, wobei die warmen Farben das rechte aufsteigende Dreieck einnehmen und die kälteren Farben die linke aufsteigende Seite einnehmen. Zur Mitte und nach oben hin werden die einen wie die anderen Töne heller.

Die Spirale, die von der Schnur definiert wird trennt auch immer einen Ton vom anderen (auch wenn die Figur über die Schnur hinausgeht. Die Schnur ist also ein weiteres trennendes wie auch rhythmisches Element. Ich könnte noch erwähnen, daß die Mathematik, die eine solche Spirale beschreibt als Grundlage auf dem Goldenen Schnitt fusst, diesem Seitenverhältnis von „idealer“ Proportion.

Den Mond hab ich hinzugefügt, um dem Bild über die Geometrie hinaus einen Wiedererkennungspunkt zu geben.

 

Das Bild wurde mit Aquarellfarben gemalt. Ich finde, sie haben einen ganz besonderen Reiz. Sie sind sehr intensiv, auch in den Pastelltönen, aber sie lassen den teilweise sehr pastosen Untergrund voll zum Vorschein kommen und betonen ihn sogar. Es könnte ausgeblichenes Gemäuer in Spanien oder Griechenland sein.

Die Arbeit hat ein Maß von 29×21 cm, Außenmaß des Passepartouts ist 40×50 cm. Entstanden ist das Bild 1992.

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3 Kommentare zu “Ohne Titel/Landschaft

  1. Lesefreundin sagt:

    Sieht schön aus, mir die linke Seite besonders. Könnte an meiner Liebe zum Türkiston liegen. Das ist meine absolute Lieblingsfarbe weil sie einerseits so schön frisch ist und auf mich andererseits irgendwie beruhigend wirkt. Vielleicht beim nächstenmal noch einen schönen Lilaton einbauen? 🙂

    Gefällt mir

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