Peperoni Dillmayo Feta


Das erste Mal wurde diese Vorspeise schon 2010 gepostet. Es war schon sehr nah am Original, hatte aber einen Schönheitsfehler:

Es hat niemand gelesen. Keine Likes, keine Kommentare, nichts. Das war aber zu der Zeit (und noch eine ganze Weile länger) ganz normal.

Der zweite Versuch fand im September 2016 statt, war aber nicht ganz wie im Original, weil ich die großen, häufig in türkischen Märkten zu findenden, langen hellgrünen Paprika benutzte, die leider gar nicht scharf sind. Dieser Versuch brachte immerhin 32 Likes, für die ich ewig dankbar sein werde 🙂

Noch einmal schnell die Vorgeschichte: Es gibt in Karlsruhe-Neureut ein griechisches Lokal, das kurz vor der Jahrtausendwende von 2 Brüdern und der Frau des älteren Bruders eröffnet wurde, das sich schnell zuerst in die Herzen der Stadtteilbewohner und später in ganz viele auswärtige Herzen gespielt hat. Das Essen war gut, aber sicher nicht ungewöhnlich im Vergleich zu anderen griechischen Lokalen.

Aber es gab ein paar Sachen, die waren Bombe (alter Mannheimer Ausdruck 🙂  )

Die Gastfreundschaft und der Service der Brüder war aussergewöhnlich. Sie merkten sich jede Vorliebe, brachten ungefragt Essen oder Getränke an den Tisch (und lagen immer richtig).

Einmal, an einem sehr heißen Abend im Hochsommer brachte der Jüngere der Beiden statt eines Digestifs einen Teller mit Joghurt, Nüssen, Früchten und Honig, und meinte, das würde man in Griechenland an solch heissen Tagen essen (statt Alkohol zu trinken). Die Nachspeise war hervorragend, und man merkte sie kam vom Herzen.

Die letzte Sache, die besonders war, waren die angebratenen Peperoni mit der Dillmayonnaise. Sie machten die Peperoni auf dem Grill, wo sie eine schöne Zeichnung bekamen und schön weich wurden. Wir aßen diese Vorspeise jedes Mal und waren auch relativ oft dort.

Die Ehefrau, die gleichzeitig auch die Hauptköchin war, erklärte mir wie sie sie machte. Ich wäre nie auf Dill gekommen, da sein Aroma durch den Knoblauch verändert worden war.

 

Die Version, die ich heute gemacht habe, ist dem Original sehr ähnlich, nur den Grill mußte ich mit einer Grillpfanne ersetzen, die Temperaturen waren irgendwie noch nix für draussen.

Wenn man keinen griechischen Feinkostladen um die Ecke hat, der garantiert bessere Peperoni anbietet, kann man die Peperoni von Feinkost Dittmann nehmen, die gibt es häufig hier in der Gegend.

Dann auf den Grill mit ihnen, oder eben in die Grillpfanne. Sie sollten aber schon ein wenig Farbe nehmen.

Die Mayo hab ich schnell selbst aufgeschlagen. Letzte Woche hatte ich zwei Eigelbe verloren beim Versuch, eine selbstgeschlagene Mayo herzustellen, daß ich vor lauter Ärger nochmal bei Youtube nachschaute. Und siehe da, sie arbeiten mit Tricks! Der Mensch benutzte ein bißchen Senf, um der Emulsion nachzuhelfen. Weil ich bei diesen Dingen keinen Stolz habe, machte ich es ihm einfach nach – ich werde es nie wieder anders machen 🙂  Ich gab noch eine kleine mit dem Messer verdrückte Knoblauchzehe dazu und schmeckte sie, nachdem sie unter Zugabe von Rapsöl immer fester wurde, mit 2 El Weinessig, Salz, Zucker und Zitronensaft ab. Saulecker! Dazu noch den feingewiegten Dill.

Auf dem Teller hab ich die Peperoni mit Feta angerichtet. War gut, hätte es aber nicht gebraucht.

Ist vielleicht die falsche Jahreszeit, aber das Rezept lohnt sich, zu den Favorites gelegt zu werden.

 

peperoni-dillmayo-feta-1

 

peperoni-dillmayo-feta-2

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