Borschtsch


Ich war gerade 4 Tage im hohen Norden, wo die Temperaturen morgens im Keller waren, jetzt bin ich wieder im Land, und die Temperaturen sind tagsüber gerade mal bei 3 C.

Kein Wunder, daß ich Lust auf Winterkost habe. In diesem Fall ist das ein Eintopf. Aber kein typischer Plumpseintopf, sondern eine ukrainisch-russische Suppe mit viel Einlage, wie ein Eintopf eben.

Die Borschtsch hat eine lange Tradition im gesamten osteuropäischen Raum und wird in verschiedenen Varianten gekocht, wobei die Hauptkomponenten bei jeder Variante mit dabei sind.

Diese Komponenten sind zuerst die rote Bete, dann der Weisskohl und die Kartoffeln. Dazu kommen je nach Variante Karotten, Bohnen, Brühe, Zwiebel, Lauch, Speck und Fleisch. Und Dill!

Auf einer russischen Seite sah ich die Mengen fein aufgelistet, da hatte ich meine Variante aber schon im Topf 🙂

Bei mir ging es so:

2 mittelgroße Bete, die ich vorkochte

2 normale Karotten, in schrägen Scheiben

5 kleinere Kartoffeln in Würfeln

1/3 Weisskohl (kleinerer Weisskohl)

2 Romatomaten

1 Suppengrün

300 g Suppenfleisch vom Rind

Weissweinessig

Dill

Creme Fraiche

 

Suppengrün in kleine Teile schneiden, mit dem Rindfleisch am Stück in einen Topf mit kaltem Wasser geben, aufkochen, Hitze reduzieren und 2 Stunden köcheln (Im Original wird das Wasser weggekippt, und der Topf mit neuem Wasser gefüllt).

Bete gesondert weich köcheln

Karotten, Zwiebel, Weisskohl und Kartoffeln in kleine Kuben, Streifen oder Scheiben schneiden

Fleisch nach 2 Stunden herausnehmen, Brühe abseihen, Suppengemüse entfernen

Gemüse dazugeben, Tomaten halbieren und dazugeben und gar kochen

Tomatenhaut herausnehmen

Bete abkühlen, abziehen, würfeln, in die Suppe geben

Fleisch in Scheiben oder Würfel schneiden und dazugeben

kleingehackten Dill dazugeben

3 El Weissweinessig zur Brühe geben, salzen, pfeffern

Eintopf auf die Teller verteilen, mit Creme Fraiche toppen und mit einem Zweig Dill dekorieren

Sie sieht nicht so urtümlich wild wie auf der russischen Seite aus, aber mir gefällt sie und geschmeckt hat sie sehr gut.

Der Essig ist notwendig, weil das Wurzelgemüse eine starke süße Note mit sich bringt. Der Essig gleicht das gut aus.

 

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4 Kommentare zu “Borschtsch

  1. asz02011961 sagt:

    Sieht sehr lecker und wärmend aus!

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  2. ichkoche sagt:

    Hi Alex,
    Du hast ein super Gespür für`s Licht. Deine Bilder sind immer klasse belichtet. Dementsprechend ist das Ergebnis sagenhaft. Nur so als Info von mir , der Hinweis das man alles weg kippen soll nach dem ersten Kochen gehört nicht zum original. In Osten wurde und wird dieses Prozedere nur beim Bohnen durchgeführt. Ist ja auch völlig unlogisch, man holt aus dem Gemüse und Fleisch das beste raus und wirft man anschließend weg. So wie Du gemacht hast ist perfekt. Tolles Gericht, solide und sagenhaft präsentiert. Gruß

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