Ochsenkotelett Paprika-Chili Kartoffelgratin Kräuterbutter


Beim Metzger gab es ein von ihm empfohlenes Ochsenkotelett vom irischen Weiderind. Vom Markt holte ich rote Spitzpaprika, Schnittlauch und Äpfel beim Pfälzer.

Kartoffeln und die Chili hatte ich schon im Haus. Die Butter gab es bei Herrn Ruf, meinem Käseaffineur. Ich nehme immer gerne eine bretonische Rohmilchbutter ohne Salz.

 

Kartoffelgratin: Eine quadratische Schale für den Ofen wird mit Knoblauch ausgerieben. 7 kleinere Kartoffeln schälen, in 3mm Scheiben schneiden, in Schichten auslegen. Ich hatte etwa 9 Schichten und gab nach jeder 3. Schicht entweder Steinpilzpulver oder Muskat dazu. In jede Schicht kamen ein paar Butterflöckchen und Salz. Am Schluß gab ich noch 1/3 Becher Sahne drauf (50 ml). Bei 180 C und Umluft dauerte es fast genau eine Stunde. Auf den Käse zum gratinieren hab ich heute verzichtet, es war fett genug.

Paprika: Zwei Spitzpaprika werden längs halbiert und vom Inneren befreit. Stücke in Bissgröße daraus schneiden. Von meinem Vorrat an getrockneten Chilis nahm ich eine Ancho und eine Pasilla Chili. Die wurden kurz in heißem Wasser eingeweicht, vorher die Kerne entfernt und dann in kleinere Stücke geschnitten.

Paprika/Chili wurden in Olivenöl angebraten, dann mit etwas Wasser aufgefüllt und langsam gegart. Nachdem das Wasser weggekocht war, waren die Paprika auch gar. Die Chilis sorgten für ordentlichen Bums, der allerdings nicht unangenehm war, weil er die gesamte Mundhöhle erwärmte, statt allzu scharfe Löcher zu brennen.

Das Ochsenkotelett wurde abgetupft, gesalzen und gepfeffert und scharf in Olivenöl angebraten. Ich machte das langsam aber heiß, soll heissen ich ließ es vielleicht 8 Minuten auf der einen Seite, dann wendete ich es und ließ es etwa 6 Minuten auf der anderen Seite. Dann wendete ich es noch einmal für etwa 2 Minuten. Die Druckprobe zeigte einen rosa Kern und ich gab es auf den Teller.

Der Garpunkt war tatsächlich sehr gut gewählt – rosa, butterzart und hocharomatisch.

Kräuterbutter: Ein Stück der bretonischen Butter, ganz fein geschnittenen Schnittlauch und Knoblauch ganz fein gehackt. Alle Zutaten miteinander vermischen.

 

Insgesamt ein sehr leckeres Abendessen, wenn auch ziemlich fleischlastig.

 

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7 Kommentare zu “Ochsenkotelett Paprika-Chili Kartoffelgratin Kräuterbutter

  1. malou sagt:

    Ich mag irisches Rind sehr gerne, es hat einen sehr intensiven Geschmack und dieses Ochsenkotelett ist sowieso ein toller Cut. Das hätte sich auch auf dem Grill gemacht. Ich habe meinen Grill noch nicht „winterfest“ gemacht. Ich denke da landet noch einmal was drauf um die Saison abzuschliessen. Denn jedes Jahr nehme ich mir vor im Winter zu grillen, aber es kommt nicht dazu. Schöne Woche Malou.

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    • Alex sagt:

      Der Grill wäre noch eine Option, er steht noch im Hof, aber mein Vermieter ist an Aktionismus erkrankt und den Hof in der gewohnten Form gibt es nicht mehr. Er wird grundsaniert und ist momentan nicht zu benutzen. Allerdings soll der Spuk in 2 Wochen schon wieder vorbei sein. Mal sehen…
      LG Alex

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  2. LunaUmbra sagt:

    Das sieht super lecker aus. Vor allem das Gratin klingt super:)
    Liebe Grüße Luna

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    • Alex sagt:

      Danke schön!
      Das Gratin war gut, aber eine richtige Butterbombe, was man auch geschmeckt hat. Es ist ein locker umgesetztes Rezept von Wolfram Siebeck, einem wichtigen Food-Kritiker der 70er bis 00er Jahre (Die Zeit, Zeitmagazin, Der Feinschmecker). Und der ist vor ein paar Monaten gestorben. Ich habe seine Kolumnen geliebt. Kochbücher hat er auch geschrieben und die haben mich auf die Reise geschickt 🙂

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  3. Habe noch nie Weiderind probieren können. Das steht noch auf der Liste! Ich liebe die Kombination von Chili-Paprika und Kartoffeln. Grüße aus Wien

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  4. bodo1979 sagt:

    Was für ein Stück Fleisch! Wie gemalt.
    Gruß
    Bodo

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