Jägerschnitzel Bratkartoffeln Paprika-Tomatengemüse


Manchmal muß es etwas ganz Gewöhnliches sein, etwas, das man ganz genau kennt und vermutlich schon sehr oft gegessen hat.

Im Englischen laufen diese Art von Gerichten normalerweise unter dem Begriff „Comfort Food“ und beschreibt damit die Wirkung, die sie zusätzlich zur Hungerbekämpfung entfalten: Ein kulinarischer Rückzugsort, der so ursprünglich ist, das man vielleicht nur das warme Gefühl im Bauch spürt aber nicht mehr richtig herleiten kann, an was es genau liegt (weil die erste Erfahrung soweit zurückliegt, das man sie nicht verbalisieren kann).

Es sind solche Gerichte, die genannt werden, wenn man beschreibt, welche Gerichte die Mutter/der Vater/ die Oma gekocht hat, die keiner besser hinbekommt.

Meistens sind es einfache Sachen ohne viele Schnörkel, aber mit einem Geschmack, der immer wieder gleich oder ähnlich war.

Ich brauche solche Gerichte auch. Vor kurzem meinte ein Freund, er könne sich nicht vorstellen, so zu kochen wie ich, das sei ja viel zu abgehoben.

Ich meinte, daß es mir darum nicht geht, sondern einmal um die Vielfalt beim Essen, weil ich eben neugierig bin. Aber auf der anderen Seite geht es mir immer wieder darum ganz normale Gerichte so gut wie möglich umzusetzen. Das fängt mit guten Zutaten an und setzt sich in der sorgfältigen Zubereitung fort. Für mich bedeutet es eben auch, so gut wie keine Convenience-Produkte zu verwenden, auch kaum tiefgefrorene oder eingedoste Produkte (Es gibt ein paar wenige Ausnahmen: TK-Erbsen, Dosentomaten von Mutti als Beispiele).

Und ich stelle immer wieder fest, daß es ganz leicht ist, mit frischen Produkten sehr lecker zu kochen.

Ein Jägerschnitzel ist per Definition ein Schnitzel mit Pilzen (Champignons) und dazu normalerweise eine eingekochte Sahne. Das hab ich bestimmt 3 Jahre nicht mehr gegessen.

Ich hab ein schönes Stück Schwein aus der Region bekommen, dazu braune kleine Champignons. Auch hab ich eine Sahne von Weihenstefan mitgenommen.

Das Schnitzel hab ich dünn geklopft, gesalzen und gepfeffert, aber sonst nicht mehliert oder paniert. Die Champignons (etwa 10 Stück) wurden in nicht zu dünne Scheiben geschnitten und beiseite gestellt.

Jetzt wurden zwei Kartoffeln geschält, in Scheiben geschnitten und etwa 8 Minuten in kochendes Wasser gegeben, dann abgetropft und in eine heiße Pfanne mit Butter und Rapsöl gegeben, um Farbe zu nehmen. Das hat etwa 15 Minuten gedauert.

Daneben hab ich 4 der Paprika in Rollen geschnitten und mit einer Schalotte und einer Knoblauchzehe angebraten. Dazu kamen 4 geviertelte Kirschtomaten, ein Schluck Wein und der Deckel.

Jetzt dünstete alles gar, und nach wenigen Minuten konnte ich die Hitze abschalten und das Gemüse auf die Seite stellen.

Nachdem die Kartoffeln soweit waren, nahm ich sie heraus und gab sie auf Küchenkrepp. Dann kam das Schnitzel in die gleiche Pfanne und wurde scharf von beiden Seiten angebraten. Ich nahm es etwas früher als für den perfekten Garpunkt heraus, weil die Sauce noch ein paar Minuten dauern würde und das Schnitzel in dieser Zeit zuende garen würde.

Jetzt kamen die Champignons in die Pfanne und gaben sehr schnell ihr Wasser ab. Ich würzte sie mit Salz und Pfeffer und gab etwas Zitronensaft drüber. Jetzt kam noch ein Schlenker Sahne darauf (50 ml) und wurde 2 Minuten eingekocht, gerade lange genug, daß die Sauce nicht auf dem Teller herumschwimmt.

Dann hab ich alles angerichtet.

Schnitzel und Gemüse waren noch schön warm, Kartoffeln sowieso, und geschmeckt hat es super. Comfort Food eben!

 

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5 Kommentare zu “Jägerschnitzel Bratkartoffeln Paprika-Tomatengemüse

  1. bag sagt:

    Grummel…immer wenn man nix mehr zu Hause hat und richtig Lust auf Fleisch hat, kommt so was ……wobei ich die Pilze in dicke Stücke geschnitten hätte. So hatte ich zwei alte kleine Kartoffeln und fertig.

    Gefällt mir

  2. LunaUmbra sagt:

    Das sieht super aus=) Auch wenn ich wahrscheinlich die Bratkartoffeln austauschen würde^^
    Liebe Grüße Luna

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