Dorade Risotto Pfifferlinge Erbsen Zitronenzeste


Heute hatte ich Lust auf Fisch, also hinüber zu meinem italienischen Fischhändler, um zu sehen was er da hat. Es gab ein paar Wolfsbarsche, Tintenfisch und auch schon geschnittene Ringe, Schwertfisch, ein bißchen Thun, ein großer Seeteufel, eine einsame Jakobsmuschel in der Schale und etwa acht Doraden. Der gehört zu meinen Lieblingsspeisefischen.

Also ließ ich den Vater meinen Fisch schuppen und ausnehmen, damit ich weniger Gestank daheim habe. Wieder zuhause überlegte ich kurz, ob ich für den Fisch den Grill anwerfe, aber das war mir heute dann doch zuviel Aufwand.

Stattdessen schlug ich die Dorade in Alufolie ein, nachdem ich Rosmarin, Salbei und Basilikum in die Bauchhöhle gedrückt hatte. Bevor ich die Folie an den Rändern versiegelte, gab es je einen Schluck Olivenöl und Weißwein dazu. In einem Ofen von etwa 190 C brauchte die Dorade 20 Minuten. Sie nahm natürlich in der Folie keine Farbe, war dafür aber zart und aromatisch!

Dazu machte ich ein Risotto mit Pfifferlingen, Erbsen und Zitronenzeste.

Eine Brühe für das Risotto kochte ich mir schnell aus 4 Rindsfleischknochen und einem Bund Suppengrün im Drucktopf in einer Stunde.

Jetzt hackte ich eine Schalotte, garte die mit der Portion Arborio, ohne Farbe zu nehmen, bis der Reis glasig wird. Dann wurde mit einem Schluck Weisswein abgelöscht.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung soll Risotto nicht laufend gerührt werden, weil sonst zuviel Stärke aus dem Reiskorn gelöst wird und der reis pampig wird. Das Gerücht ist wahrscheinlich deshalb entstanden, weil ungeduldige Köche die Gartemperatur zu hoch wählen und der Reis zu schnell ansetzt.

Es braucht 20 – 25 Minuten, bis der Reis bissfest aber gar ist. Erbsen und Pfifferlinge habe ich schon einzeln vorgegart, die Zeste auch schon gerissen. Das gab ich jetzt zum Risotto, um die Gemüse aufzuwärmen. Dann kam ein Stück Butter dazu, etwa 25 g, und die gleiche Menge Parmesan. Jetzt wurde das Risotto schlonzig. Ich schmeckte nochmal ab, salzte ein bißchen nach, und servierte.

Mich frustriert, daß ich Dorade schon mehrfach gekocht und fotografiert habe, die Fotos aber immer sehr bescheiden werden, als könnte ich dem Fisch nicht genug der Ehre erweisen.

So auch heute. Obwohl es ein ziemlich leckeres Essen war, sieht es auf dem Teller lieblos und Larifari aus. Schade, die Dorade war super und auch das Risotto hat sehr gut geschmeckt.

 

Dorade Risotto Pfifferlinge Erbsen Zitronenzeste 3

 

Dorade Risotto Pfifferlinge Erbsen Zitronenzeste 2

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5 Kommentare zu “Dorade Risotto Pfifferlinge Erbsen Zitronenzeste

  1. ingahahnel sagt:

    Liebe Alex, das Drama mit den Fotos kenne ich nur zu gut. Es geht doch aber nicht nur um die Optik sondern für mich vielmehr um das Rezept. Wenn Menschen nur um der Fotos willen kochen würden, wären einige bestimmt verhungert. ich finde es ein sehr schönes Rezept und die Zubereitung der Dorade, lässt diese auch ohne perfektes Foto glänzen. Lg

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  2. LunaUmbra sagt:

    Ich finde es sieht super lecker aus=) Auch wenn ich ganz ehrlich gestehen muss, ich bevorzuge den Fisch ohne Kopf auf meinem Teller.
    Liebe Grüße Luna

    Gefällt 1 Person

  3. Du irrst, es sieht weder lieblos noch larifari aus. Für mich ist es wunderschön, gerade weil der Fisch so komplett und makellos ist. Er bildet zusammen mit dem hart-weißen Teller den farblich kühlen Hintergrund während die bunte Reisschüssel warm und einladend im Vordergrund lauert.
    Ich finde es klasse, das zweite vor allem.
    LG Oli

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