Kalbshüfte Pfifferlinge Erbsen Kartoffeln


Auf dem Markt heute morgen lachten mich Pfifferlinge an. Preislich gehen sie auch – die preiswertesten (deutschen) lagen bei €17,50/kg. Das ist etwa die Hälfte dessen, was sie sonst kosten.

Ich nahm davon 150 g mit. Beim Pfälzer fand ich wider Erwarten Erbsen, schön große… Die Zeit der petit pois ist schon seit einer Weile vorbei, aber frische Erbsen sind toll. In seiner Kräuterauswahl sah ich Dill, der hervorragend zu Erbsen und Pfifferlingen passt. Und übrigens auch zu Kartoffeln. Es ist eine nordöstliche Sache: In Norddeutschland, Skandinavien, im Baltikum, in Polen, Russland et al sind Gerichte mit Dill sehr beliebt. Oft sind dann auch Kartoffeln dabei. Fisch sowieso.

Nachdem ich also drei Komponenten gefunden hatte, die schön miteinander harmonieren, war nur noch die Frage, was dazu serviert werden sollte.

Also fuhr ich vom Markt, der direkt an der Enz liegt, an den höchsten Punkt der Nordstadt, wo sich die Metzgerei Zorn befindet. Es war noch vor 11:00 und die Temperaturen waren auszuhalten.

Mit meinem Pedelec ist es auch nicht wirklich anstrengend 🙂

Dort angekommen schaute ich, was sie in der Auslage hatten. Ein Stück Kalbshüfte war auch dabei. Und ich nahm es mit.

Die Hüfte: war ein Stück von 370 g, genug für 2-3 Portionen.

Ich hab es gewürzt und von allen Seiten angebraten, dann in den Ofen bei 70 C geschoben und den Temperaturfühler in die Mitte des Fleischstücks geschoben. Es hat etwa 30 Minuten gedauert, bis er 62 C erreicht hatte, die Temperatur für medium-rare.

Die Erbsen palen, salzen, Prise Zucker dazu und in einem Topf mit nur soviel Wasser, wie es braucht, die Erbsen zu bedecken. Aufkochen und etwa 10 Minuten kochen, bis die Erbsen zart sind. Abschütten und kalt abschrecken, damit die schöne Farbe bleibt. Beiseite stellen.

Die Kartoffeln in Quader schneiden und langsam anbraten. Ich hab sie nicht vorher gegart, obwohl das natürlich auch geht.

Am Schluß wurden die geputzten Pfifferlinge in Butterschmalz angebraten. Später hab ich Kartoffeln und Erbsen kurz mit hineingegeben, um sie wieder aufzuwärmen.

Damit die Mahlzeit nicht zu trocken würde, schwitzte ich eine Schalotte in der Pfanne in dem die Hüfte angebraten worden war, an, gab ein Achtel Weißwein dazu und kochte das herunter.

Jetzt gab ich Salz dazu und ein paar Tropfen Worcestershiresauce. Zum Schluß gab ich etwa 50 ml Schmand dazu (1/4 Becher). Das ließ ich jetzt langsam vor sich hinschmurgeln.

Es war zwar keine Supersauce, aber mit Dill dabei ging sie schon. Etwas Fond wäre natürlich schön gewesen. Dann nur noch anrichten und großzügig Dill über allem verteilen.

Insgesamt hat es gut geschmeckt, wobei mir heute das Gemüse besser geschmeckt hat als das Fleisch… aber das ist vielleicht auch Stimmungssache.

 

Kalbshüfte Pfifferlinge Erbsen Kartoffeln Dill 1

 

Kalbshüfte Pfifferlinge Erbsen Kartoffeln Dill 2

 

Kalbshüfte Pfifferlinge Erbsen Kartoffeln Dill 3

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10 Kommentare zu “Kalbshüfte Pfifferlinge Erbsen Kartoffeln

  1. So macht das Leben Freude … Gruss, Bernhard

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  2. BAG sagt:

    Sieht spitze aus und schmeckt mit Sicherheit extrem gut!! Neid.

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  3. ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

    Hi Alex, deine Bilder sind so-was von geil, unbeschreiblich…..Hut ab. Beste Grüße

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  4. malou sagt:

    Ich bin kein Liebhaber von Dill, aber der hat wie du sagst jedenfalls gut harmoniert, und auch auf den Fotos sieht es Klasse aus. Mir hätte die fleischlose Variante auch gereicht, obwohll die Hüfte wahrscheinlich schön zart war, da sie bei 70 Grad im Ofen schonend gegart wurde.LG Malou

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    • Alex sagt:

      Manchmal geht es mir so, daß ich ein Gericht betrachte und denke Fleisch oder Fisch müßten nicht dabei sein.
      Meistens hab ich sie aber schon zubereitet 🙂
      Das Kalb war sehr zart, aber wie ich schon geschrieben habe, war es an dem Abend nicht mein Lieblingsteil.
      LG Alex

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  5. Schaut sehr lecker aus😀😀

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