Pollo fino Spargel Erbsen Kerbel


Heute war endlich warm genug in diesen Breiten, sich aufs Fahrrad zu setzen und etwas in der Gegend zu kreuzen und zu sehen, wie der Frühling sich entwickelt.

Gestern war ich noch in Karlsruhe, da gibt es schon die ersten Bäume, die austreiben, die Krokusse stehen, die Magnolien sind schon durch (leider!). In Pforzheim ist alles noch etwas langsamer, aber auch hier sah ich Bäume, die es wirklich probieren, was zu werden. Morgen geht es wieder zum Markt an die Enz, da müßte es vielleicht noch lieblicher sein.

Jedenfalls fuhr ich hoch zum Metzger Zorn, um zu sehen, was da in der Auslage liegt. Die Fahrt dorthin ist sehr steil, und ich bin froh ein Pedelec mein Eigen nennen zu können 🙂

Damit war es natürlich kein Problem, und ich fuhr noch einige Extraschleifen durch eine Villengegend der Nordstadt, um zu meinem Ziel zu kommen.

Es gab wieder alles Mögliche, aber am meisten angemacht haben mich die entbeinten Pollo fino, Hähnchenoberschenkel ohne Knochen. Sie waren leicht mariniert, was ich normalerweise lieber selber mache, aber ich nahm trotzdem ein paar mit.

Bei meinem teuren Russen hab ich ein paar (sehr teure) Spargelspitzen gekauft, wie auch ein paar (weniger teure) Erbsenschoten. Ich sagte einer der russischen Damen, die einen bedienen, ich bräuchte nur zwei Hände, aber ich kontrollierte es nicht und stellte fest, daß die an sich aparte Dame Hände wie Bratschaufeln haben musste, weil ich mit einem Kg Erbsen nach Hause kam 🙂

Macht aber nix, die zweite Portion gibt es in den nächsten Tagen.

Die Pollo fino hab ich nur noch gesalzen und in der Pfanne angebraten, um sie im Ofen bei 189 C fertig zu braten. Sie waren nach 20 Minuten noch sehr hell, das ich sie mit etwas Austernsauce einpinselte, den Ofen auf 200 C erhöhte und die Umluft einstellte. Man sieht, man darf nicht weggehen und sollte alle 5 Minuten schauen. Meins ist ein bißchen dunkel geworden.

Die Spargelköpfe hab ich geschält und in gezuckertem und gesalzenen Wasser gar gekocht – 6-7 Minuten.

Im gleichen Wasser hab ich die Erbsen gegart, immer wieder eine probiert, um den perfekten Garpunkt nicht zu verpassen.

Die dann mit einer Schaumkelle in sehr kaltes Wasser gestürzt, wegen der Farbe, den Restsud mit einem Schluck Noilly Prat aufgefüllt und etwas reduzieren lassen, am Schluß ein Stück Butter dazugegeben, das Gemüse wieder dazu, um es wieder zu erwärmen.

Jetzt kam der gehackte Kerbel dazu und es war wieder Mal Zeit anzurichten 🙂

 

Pollo fino Spargel Erbsen Kerbel 1

 

Pollo fino Spargel Erbsen Kerbel 3

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14 Kommentare zu “Pollo fino Spargel Erbsen Kerbel

  1. Endlich wird es Frühling! Danke für diesen inspirierenden Post, habe richtig Lust auf Spargel bekommen. Liebe Grüße, Lisa

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  2. ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

    Hi Alex, sieht super aus und anhand der Farben merkt man wie behutsam du mit den Zarten Sachen umgehst.Was dein hähnchen angeht, schieibe ich nur“ Cote de beuf“ . ich sehe überhaupt keinen Mangel, die Haut ist nur gut karamellsiert…Wer mag nicht knusprig:-)))))

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    • Alex sagt:

      Danke Jacob,
      Es wahr schon stark karamellisiert, aber hat noch geschmeckt 🙂
      Danke dir aber für die Bemerkung mit den Gemüsen, weil ich da wirklich drauf achte.
      Nichts schlimmer als verpsste Garpunkte und olivgrüne Gemüse…

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      • ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

        Hi Alex, deshalb habe ich angesprochen, weil mir auch die Zubereting des Grünzeugs sehr wichtig ist.Man sieht ja , reichliche Übung und Erfahrung hast Du ja und zwar nicht zu knapp. Gruß

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  3. Landidylle sagt:

    Wenn man deine Postings über eine gewisse Zeit verfolgt hat, reist man richtig mit stelle ich fest. Markt – Zorn – teurer Russe …
    Und deine Kreation sieht sehr schmackhaft aus, wenn ich mit meinem Bärlauch-Trip durch bin, werde ich mich hoffentlich daran erinnern, mal überzähligen Hahn mit Spargel und Erbsen zu machen.
    LG

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    • Alex sagt:

      Teilweise ist das Absicht. Ich bin selbst erst vor knapp 3 Jahren hierher gezogen, und hab sie mir über den Einkauf erkundet. Inzwischen stelle ich fest, daß die Stadt teilweise besser aufgestellt ist, Schleckermäuler adäquat mit Grundlagen zu versorgen, als die Stadt in der ich 3 Jahrzehnte wohnte. (Wo das Einkaufen auch ziemlich gut ist).
      Jedenfalls bekomme ich bei den Beschreibungen auch immer das Gefühl, langsam dazuzugehören (Beispiel: Heute auf dem Markt kam mein pfälzischer Gemüsehändler schon von Weitem auf mich zu und begrüßte mich das erste Mal mit Handschlag und den Worten „Bleib ma fort, isch hab die Kränk“ – Halte Abstand, ich bin erkältet). Ich fühlte mich geehrt.

      Die Sache mit Spargeln und Erbsen hab ich eigentlich aus einem klassischen Hühnerfricasee abgeleitet…

      LG Alex

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      • Landidylle sagt:

        Oh das klingt prima, es ist ein gutes Gefühl, irgendwo reinzuwachsen. Ich bin ja hier auch erst vor ein paar Jahren zugezogen und denke, ich kann das nachempfinden. Dadurch kann man sich irgendwo mehr verwurzelt fühlen als in der eigentlichen ‚Heimat‘ finde ich. LG

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      • ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

        Ist man nicht dort Zuhause , wo man sich wohl fühlt ? Nette Mitmenschen gehören definitiv dazu:-))))

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  4. malou sagt:

    Sieht sehr nach Frühling aus, wollte heute auch Spargel kaufen, aber die kosteten noch 8,50€ für 500gr, das war mir noch zu teuer. Und frisch waren sie auch nicht. Aber dein Gericht sieht sehr lecker aus, haette mir heute auch geschmeckt. 😉

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    • Alex sagt:

      Um dir eine Vorstellung von meinem teuren Russen zu geben – die paar Spitzen auf dem Teller haben etwas mehr als 5 Euro gekostet, ein Kilopreis von 12,50. 🙂
      Ansonsten danke fuer dein Kompliment!

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  5. LunaUmbra sagt:

    Das sieht wirklich super lecker aus, da muss der Frühling ja endlich kommen.
    Liebe Grüße Luna

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