Hasselback Kartoffeln


Wenn ich jetzt einen amerikanischen Blog betriebe, hieße das Gericht „Hasselback potatoes fully loaded“. Aber schon der Konjunktiv wäre für jeden rechten Amerikaner zuviel, einigen Deutschen/Schweizern/Österreichern wahrscheinlich ebenfalls 🙂 . Hier nenne ich es einfach Hasselback Kartoffeln 4.0.

Ich mußte mich eben erst nochmal schlau lesen – wohl in Schweden erfunden, werden sie (die Kartoffeln) tief eingeschnitten und mit Butter und einer Bröselmischung bedeckt und gebacken.

Sie gelten als aufwendige Beilage.

Ich hatte am Samstag vom Pfälzer wunderbare große Grumbeere (Kartoffeln) gekauft, große Exemplare, von der die Oma sagte, sie nähme sie für alles Kartoffelige (schon wieder ein Konjunktiv!)

Also heizte ich den Ofen ein und konzentrierte mich auf die bevorstehende Aufgabe, Wie gesagt, ich hab mir das schon eine Weile nicht angeschaut, und vergessen, daß es einfach nur Schnitte von oben nach unten sind. Ich hab sie in die Hand genommen und versucht eine einzige Spirale zu schneiden, ohne daß die Kartoffel kaputtgeht. Das hat auch geklappt, nur waren die Spiralabstände leider nicht so filigran, wie es die Schnitte gewesen wären (Konjunktive überall! Hätte,hätte, Fahrr…!).

Jedenfalls bollerte mein toller Ofen bei 200 C, trotzdem brauchte diese Riesenknolle etwas mehr als eine Stunde, gar zu werden. Ich hab sie ein paarmal aus dem Ofen genommen, in der Hoffnung die Spirale etwas auseinanderzubiegen und Butterflocken hinein zu operieren, aber sie näherte sich dem Kartoffelzentrum eher durch Osmose.

In der Zwischenzeit hab ich zwei kleine Baconstreifen=“rashers“ in klitzekleine Würfelchen geschnitten und langsam rösch gebraten. Dann kamen 7 weisse Champignons dazu, die etwa 5mm dick geschnitten waren. Zur Krönung gab es noch etwa 70g Farmerschinken (frisch von der Theke), leicht geräuchert, in kleinen Würfeln dazu. Als alles schön warm war, schaltete ich die Platte aus, gab einen Schluck Weisswein dazu (nur um es feucht zu halten), und stellte die Pfanne auf die Seite.

Als die Kartoffel dann endlich soweit durch war, gab ich den Inhalt der Pfanne über die Kartoffel und dann den Käse drüber. Der Käse ist (ausnahmsweise) ein junger Comté, weil der dann nicht so sehr mit seiner Strenge dominiert.

Man kann sich denken, wie es geschmeckt hat, nämlich lecker, und als ob man irgendwo beim Skifahren ein Rösti mit Käse und Bündnerfleisch oder ähnliches bekommt. Aber es hilft ja nix – die Kombi, egal welcher Façon auch (jetzt auch noch Genitiv!), ist ein Klassiker. Ich jedenfalls war danach pappsatt und sehr zufrieden.

Die nächste Grumbeer verarbeite ich zu Pommes (im Ofen ohne Öl), das hat weniger Kalorien 🙂

Die Fotos zeigen, man muß es eigentlich nicht dazusagen, die 3 Phasen der Kartoffel – dekoriert, mit Käse, mit Käse geschmolzen.

Dazu gab es einen Endiviensalat mit Senfdressing – herrlich!

 

Hasselback Kartoffel 1

 

Hasselback Kartoffel 2

 

Hasselback Kartoffel 3

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13 Kommentare zu “Hasselback Kartoffeln

  1. Hang sagt:

    Es sieht sehr lecker aus!!! Dieses Gericht habe ich noch nicht ausprobiert. Wahrscheinlich ist es für Kinder sehr geeignet. Ich muss unbedingt nachmachen. Danke für das Rezept, Alex! 🙂

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  2. Alex sagt:

    Sehr gerne, Hang. Gutes Gelingen!

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  3. Landidylle sagt:

    Sieht ein bisschen aus wie eine Made im Speck 😀
    Sehr lecker, genau unser Ding.

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  4. Chef Alemán sagt:

    oh wie sexy xD
    ich saber auf meine tasten xD
    es sieht richtig gut aus
    ..eine super idee 😉
    Lg

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  5. cornelia1972 sagt:

    Schaut suuuuuuuuuuuuuuuper aus…..LG Cornelia

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  6. Alex sagt:

    Hi Cornelia,

    Freut mich sehr! Probier’s mal, es macht gar keine Arbeit.

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  7. ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

    Nur mal so ne Frage, für wenn gelten die Akkordeon-Kartoffeln als aufwändige Beilage ? was ist an denen aufwändig ? Und die Schweden haben nichts von dem erfunden, nur das Hotel / die Küche des Hotels hat diese Verarbeitungsart von den Italiener übernommen. Die Italiener bereiten die Kartoffeln seit ca. 1000 Jahre so….

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    • Alex sagt:

      Naja, im Vergleich zu Salzkartoffeln sind sie schon etwas „aufwendiger“ 🙂

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      • ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

        Aber doch nicht so aufwändig :-)))) Die ersten schriftlichen nachweise für den Ursprung der Kartoffel in Italien gibt es ab den Jahren 1500 als Taratouphli, davor haben die Italiener das gleiche mit Rüben gemacht…..Ab der Römerzeit sollen die angefangen haben Akkordeone zu backen:-)))))

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