Rehragout Fricelli Karotten


Heute  war der letzte Samstag, den ich dieses Jahr arbeiten musste… also ging es früh (engl.: 0 dark 30) zum Markt, um 1/2 8, um genau zu sein, aber es war tatsächlich noch dunkel. Nur Parkplätze gab es, die kannte ich noch überhaupt nicht 🙂 . Der Käsestand hatte um diese Zeit auch schon eine (kleine) Schlange, war aber sehr entspannt unterwegs.

Dann bin ich zum GroßhandelsTürken gegangen, wo mich die Ehefrau des Chefs, eine ganz strahlende und freundliche Person super bedient hat. Ich kaufte dort für ein Weihnachtsessen im Geschäft (für einen Rotkrautsalat) Mango, Papaya, Minze und Koriander, alles super frisch und preiswert.

Dann zum Geflügel/Wildhändler, der eine größere Auswahl als sonst hatte. Ein geringer Preis beim Reh ließ mich stutzen – €5.00 für ein Pfund Reh? Ich schaute mir die Packung genauer an, es sah aus wie ein Bauchstück. Ich fragte, ob es ein Schmorfleisch sei – Ja. Ich nahm die Packung und eine mit Hirschknochen für eine Sauce mit für insgesamt €7.00.

Beim Pfälzer gab es noch Karotten, einen Rotkohl, ein paar Champignons, ein Suppengrün und einen Knoblauch aus Frankreich.

Von der Arbeit zurückgekehrt, warf ich die Knochen in einen Topf mit heissem Öl, briet die fleischigen Teile scharf und auf allen Seiten an und nahm sie dann heraus. Dann kamen die Rippen dran. Die stellten sich heraus als zwei Rippenteile vom Reh, mit Fleisch dazwischen und am Ende (wo sie auf die Wirbelsäule treffen), außerdem ein gefaltetes Fleischteil, der sich entklappt als das Fleischteil von der anderen (Innen) Rippenseite ohne Knochenseite herausstellte. An diesem Stück war etwas mehr Fleisch dran.

Aber kein Problem, nachdem die auch Farbe genommen hatten, kam das zerkleinerte Suppengrün (die Hälfte) dazu, um auch Farbe zu nehmen. Dann wurde, wie so oft und so gut mit Sherry abgelöscht. Nachdem der verdampft war, kam der Rest der alten Flasche Chateuneuf du Pape hinein. Ich mußte allerdings die nächste auch noch aufmachen, weil es noch nicht genug Flüssigkeit war 🙂 . Als Gewürze gab ich 5 Pimentkörner und 5 Wacholderbeeren dazu.

Insgesamt verballerte ich etwa einen halben Liter Rotwein. Der durfte jetzt langsam köcheln, weil ich nicht wollte, daß das Fleisch faserig wird.

Nach einer Stunde hab ich die Fleischstücke herausgefischt, das Fleisch vom Knochen gelöst, zerkleinert und umgetopft. Jetzt konnte ich den Saucenansatz auch abseihen und im Topf ohne Fleisch kräftig reduzieren. Nach einer weiteren halben Stunde hatte sie Geschmack und Körper. Jetzt schmeckte ich erst mal mit Salz und Pfeffer ab. Dann gab es einen El Preiselbeerenkompott aus dem Glas dazu (Wild liebt Süßes!). Am Schluß rührte ich einen El Speisestärke mit kaltem Wasser an und band Tl für Tl die Sauce auf den richtigen Dickegrad ab.

Die Fricelli, handgerollte Nudeln (aber nicht von mir!) wurden in einer Menge salzigem Wasser gekocht, bis sie bissfest waren. Danach wurden sie in Butter leicht angebraten.

Die Karotten wurden in Salzwasser geköchelt und bissfest in Butter und Petersilie geschwenkt. Preiselbeerenkompott gab es auch dazu, allerdings gibt es davon kein Foto.

 

Fazit: So preiswert dieses Stück Reh war (eigentlich auch die Knochen, denn die waren auch sehr fleischig), so gut hat es als Ragout geschmeckt. Ergiebig war es auch – die Portion war reichlich, und ich habe mindestens 2 weitere Portionen zum Einfrieren, also eine Portion Rehfleisch mit Sauce für €2.30 – unschlagbar! Und die Sauce war mal wieder zum reinsetzen, alles ohne Fond oder irgendwelchen Mittelchen. Sollte jeder lernen 🙂

 

Rehragout Karotten Fricelli 1

 

Rehragout Karotten Fricelli 2

 

Rehragout Karotten Fricelli 3

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