Rührei Pfifferlinge Spinat Kartoffel


Ich wußte, daß ich heute Abend fleischlos essen wollte, und dachte nach was ich letztens bei meinem teuren russischen Gemüsehändler gesehen hatte. Da fiel mir der Spinat ein. Es ist ja leider nicht mehr die Zeit des zarten Babyspinats, den man sogar als Salat essen kann, stattdessen sind die Blätter fast Elefantenohrengroß. Macht aber nix, ich mag Spinat egal wie.

Das liegt daran, daß ich eine Mutter hatte, die einige Lebensmittel liebte, aber mit anderen gequält worden war. Und diese Dinge gab es bei uns nicht. Ich konnte also selbst entscheiden, ob und wann ich ein heikles Lebensmittel ausprobieren wollte. Dazu gehörte Spinat. Als ich den dann selbst entdeckte (als ganze-Blätter-Spinat, den mit dem Blubb kannten wir schon aus Hort und anderen Etablissements), war ich hin und weg. Ich liebe ihn! Genauso ging es mir zB mit Kalbsleber oder Nierchen – die gab es nie, weil meine Mutter diese Dinge hasste. Ich dagegen find die sehr lecker!

Jedenfalls fand ich erstmal einen leeren Spinatkorb vor. Ich hab dann ziemlich entgeistert geschaut, bis er mich fragte, ob ich etwas Bestimmtes suche. Es stellte sich heraus, daß er immer genug Spinat in der Hinterhand hat, wie er sich ausdrückte. Von dem nahm ich zwei Händevoll mit, außerdem 1 kg festkochende Kartoffeln. Dann sah ich die Pfifferlinge – sie müssten eigentlich keine Saison mehr haben, aber die waren aus Bayern und real. 100 g haben mir gereicht.

Glückliche Eier hatte ich noch vom Markt daheim, wobei ich normalerweise ganz klassisch Spiegeleier zum Standardrezept mit Spinat und Kartoffeln mache.

Aber ich hab die letzten paar Sonntagmorgen das Rührei wiederentdeckt und mich neu in diese feuchte schlonzige Konsistenz verliebt, die nur erfordert, die Eier schnell alle 10 Sekunden einmal zu rühren, insgesamt dreimal, und dann auf den Teller zu geben, sonst sind sie zu trocken.

Für diese Eier hab ich die Pfifferlinge vorher geputzt und in Butter angebraten, herausgenommen, die Pfanne ausgeschwenkt, wieder erwärmt, ein weiteres Stück Butter hinein, dann die Eier, einmal rühren, Pfifferlinge wieder hinein, nochmal rühren, warten, nochmal rühren, fertig.

Die Kartoffeln hatte ich schon vorher gekocht. Also mußte ich noch den Spinat machen. Dazu hab ich ihn gewaschen und abtropfen lassen. Eine Knoblauchzehe würfeln, in wenig Öl anbraten, den noch nassen Spinat in die heisse Pfanne geben, salzen, etwas Muskat, umrühren und eindampfen lassen, nächste Portion, das gleiche Spiel, bis der Spinat komplett gegart ist. Abschmecken. Man kann an dieser Stelle einen oder mehrere Löffel Saure Sahne oder Creme Fraiche dazugeben, aber das war heute nix für mich.

Das hat heute viel besser geschmeckt als mit Spiegelei, weil der ganze Geschmack des Eis überall war (und es waren wirklich gute Bio-Eier).

Ja manchmal sind es eben die kleinen einfachen Dinge, die gut zubereitet dann doch einen großen Genuss ergeben!

 

Rührei Pfifferlinge Spinat Kartoffel 1

 

 

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Ein Kommentar zu “Rührei Pfifferlinge Spinat Kartoffel

  1. bag sagt:

    Und das muss ich an einem Morgen lesen, an dem der Kühlschrank leer ist. Kein Ei weit und breit. Ich liebe Rührei und mit Pfifferlingen ist es schlichtweg göttlich.

    Gefällt 1 Person

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