Hähnchenbrust Rohkostsalate


Ja was soll das denn? Rohkostsalate, und das im Herbst!

Naja, eine der Gründe für diesen Blog ist, hinter die Geheimnisse guten Geschmacks zu kommen, da gehören für mich tolle Produkte und ungewöhnliche Zubereitungsarten ebenso dazu wie zum Beispiel perfekt angemachten Krautsalat. Das ist nämlich gar nicht so einfach, speziell, wenn ich die Fette wie Mayo oder Sahne/Saure Sahne weglasse.

Und genau darum geht es heute, um’s marinieren „en passant“, im Vorbeigehen quasi. Was natürlich nicht so toll klappte beim Rotkraut, weil da die Lehrmeinung ist, den Salat ein paar Stunden oder über Nacht ziehen zu lassen. Die Zeit war heute nicht. Dafür hatte er besonders viel Crunch.

Überhaupt hab ich heute noch nicht soviel Wert gelegt auf zusätzliche Gewürze, weil mein Focus ein anderer war, aber diese Feinjustierung hab ich schon im Kopf 🙂 .

Was ich beschreibe wird der eine oder andere von seiner Mutter oder Oma kennen, vielleicht macht es er oder sie auch selbst so. Ich erfinde nichts Neues, sondern will festlegen (für mich) wie es am besten schmeckt.

Dazu gibt es auch eine Geschichte. Frau B. und ich sind früher gerne in verschiedene Lokale gegangen. Interessanterweise gab es da ein, zwei Lokale, die zB zum Wurstsalat eine Rohkostvariation dazugaben, die so gut war, daß man das Fleisch fast nicht mehr brauchte. Auch jetzt gibt es ein Lokal, das so etwas gern serviert.

Es gibt aber auch viele Lokale, da ist nichts wie es sein soll – sauer, fad, uninteressant. Die Palette ist breit und erstreckt sich von Dosengemüsen bis zu selbstgemachten Kraut- und Rettichsalaten.

Jedenfalls hab ich heute probiert einige Salate so zu machen, daß sie mir (und hoffentlich anderen) schmecken.

Rotkraut: Auf der Mandoline gehobelt, gesalzen, gezuckert, mit der Hand durchgewalkt, etwa 2 El Apfelessig. Eine halbe Schalotte und einen Viertel Apfel mit hineingerieben.

Karotte: Auch auf der Mandoline, aber mit anderer Reibe. Salz, Zucker, Zitronensaft, nochmal ein bißchen Zucker, ein kleiner Schluck Apfelessig.

Rote Bete: etwa 30 Minuten geköchelt, ausgekühlt, geschält, Prise Salz, Zucker, Apfelessig, Zitrone, marinieren, nochmal abschmecken, Meerrettich frisch drüber reiben.

Grüne Bohnen: Mit Bohnenkraut kochen, herausnehmen, wenn sie noch knackig sind, kalt abbrausen. Mit Apfelessig und Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken, frischen Thymian dazu, Bohnen schräg schneiden (shreddern).

Bei allen Salaten wäre es wichtig, die Zutaten etwas länger marinieren zu lassen. Dieser Luxus stand heute nicht zur Verfügung. Trotzdem haben sie fast alle gut geschmeckt. Eigentlich wollte ich die Bete mit Joghurt und Dill anmachen, aber da kam mir der frische Meerrettich in die Quere. Außerdem kenne ich eine Karottensalatvariation, die mit Ananasstückchen arbeitet: auch sehr apart! Passt übrigens auch etwas Curry dazu (oder ist das jetzt schon zu sehr 70er? 😉 )

Das Rotkraut würde ich so lassen (ich hab ein bißchen mehr gemacht, das mariniert im Moment und wird morgen ausprobiert).

Die Bohnen haben mich auch an die Salate von früher erinnert. Der Thymian und das Bohnenkraut sind definitiv wichtig.

Das Hähnchen kam in die Pfanne, wurde auf einer Seite scharf angebraten, gewendet und nach ein paar Minuten mit Temperaturfühler in den Ofen bei 180 C gegeben. Die Zieltemperatur betrug 79 C. Die wurde nach etwa 15 Minuten erreicht. Ich hab die Pfanne dann auf den Herd gestellt und das Filet mit 1 Tl Honig/1 Tl Senf gemischt eingeschmiert, dann umgedreht und die zweite Seite genauso behandelt. Dann hab ich sie aufgeschnitten und zu den rohen Gemüsen gegeben.

Geschmeckt hat es sehr gut, mein Magen ist allerdings nicht an das viele Rohgemüse gewöhnt und rumort gehörig…

 

Hähnchenbrust Rohkostsalate 1

 

Hähnchenbrust Rohkostsalate 2

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2 Kommentare zu “Hähnchenbrust Rohkostsalate

  1. cornelia1972 sagt:

    Salat kann man IMMER essen:-) – schaut sehr gut aus!

    Gefällt 1 Person

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