Asiatische Suppe Huhn Gamberi Zitronengras Kaffirblätter Mungobohnenkeime Shitakepilze Ingwer


Für den Salat gestern kaufte ich ein freilaufendes Huhn. Nach der Brusthälfte war für das Mittagessen (nochmal Salat) die andere Hälfte dran. Außerdem hab ich 2 Kollegen einen Schenkel mitgebracht und in zwei Hälften geteilt, damit sie ihre Portion mit dem Pesto probieren konnten.

Das Echo darauf war sehr positiv. Ich hatte jetzt noch einen Schenkel übrig, den ich einer Eingebung nach in eine Suppe geben wollte (klein gehackt natürlich), weil ich gestern die Karkasse auch noch mit geschwärzter Zwiebel, Knoblauch, Noilly Prat und einem Liter Wasser angesetzt habe.

Deshalb ist der Fond auch relativ dunkel.

Für die Suppe heute bin ich zum teuren Russen gegenüber gepilgert, bei dem ich Zitronengras, frische Shitakepilze, Ingwer, eine Limette, Mungobohnenkeime und Thai Chili einkaufte. Nebenan gab es vier Gamberi, große Dinger, richtig schön. Zuhause hatte ich schon Frühlingszwiebel, Kaffirblätter, das Hähnchen (fleisch), den Noilly Prat und die Kaiserschoten, die gestern im Salat landeten.

Ich hab die Zutaten nacheinander in die frisch aufgekochte Brühe gegeben, Ausnahme waren die Kaiserschoten, weil ich die strahlendgrün haben wollte, und sie deshalb separat gar gekocht und dann ganz kalt abgeschreckt wurden. Am wichtigsten war das Abschrecken: Ich hab ein paar Spritzer Fischsauce dazugegeben, auch 2 Spritzer Sojasauce, dunkel. Trotzdem wurde mit Salz nachgewürzt.

Das Ergebnis ist eine Suppe, vollmundig, säuerlich, aromatisch, rund, scharf, mit reichlich Einlage. Ich denke meine zwei Testkoster werden wieder probieren und beurteilen müssen.

Jetzt müssen sie sich nur noch anmelden und einen Kommentar abgeben 😉

 

Hühnersuppe Gamberi Zuckerschoten Zitronengras Kaffirblätter Thai Chili Karotte Ingwer 1

 

Hühnersuppe Gamberi Zuckerschoten Zitronengras Kaffirblätter Thai Chili Karotte Ingwer 2

 

Hühnersuppe Gamberi Zuckerschoten Zitronengras Kaffirblätter Thai Chili Karotte Ingwer 3

Salat Avocado Trauben Hähnchen Cilantropesto


Es war wieder Zeit einen Salat zu machen, da im Moment einige richtig tolle in Blogs unterwegs sind.

Ein Blog insbesondere hat es mir angetan, nämlich rugged kitchen. Da gibt es die farbigsten Fotos der schönsten Gemüse, die auch noch in ihrer Zusammenstellung eher ungewöhnlich sind.

Jetzt wo ich das losgeworden bin, muß ich mich fast für mein eigenes Foto entschuldigen, weil es dem Vergleich nicht wirklich standhält…

Ich tröste mich mit einer Geheimwaffe, einer Zutat, die ich im deutschsprachigen Raum noch nicht wahrgenommen habe.

Es handelt sich um ein Pesto aus Koriandergrün (Cilantro), Mandeln, Salz, Olivenöl und wenig Knoblauch.

Ich hab das irgendwo auf einer amerikanischen Seite gefunden, als ich nach Verarbeitungsmöglichkeiten für große Mengen Koriandergrün suchte. Der türkische Händler auf dem Samstagsmarkt am Turnplatz verkauft ein gefühltes halbes Pfund für 2 Euro, das ist sogar für Asia-Märkte unschlagbar! Das Kraut geht aber schnell kaputt und so half ich mir mit dem Pesto.

Deshalb gibt es auch die Hähnchenbrust dazu, weil ich eigentlich von Hähnchentacos geträumt hatte (die ich aber schon zu oft beschrieben habe).

Das Salatdressing ist fast wie immer: 3 El Olivenöl, 1 kleine mit Salz verriebene Knoblauchzehe, 1 El Apfelessig, Saft einer 1/4 Limette, ein guter Tl Senf, Salz und Pfeffer. Ich mag die Cremigkeit, die vom Senf kommt.

Die restlichen Zutaten waren Gurke, Radieschen, Zuckerschoten, Avocado (Limette), Trauben, Tomaten, Hähnchenbrust, Salat und Mandeln.

Der Salat hat gut geschmeckt, jetzt muß ich nur noch an den Fotos arbeiten 🙂

Salat Tomaten Avocado Tomaten Trauben Radieschen Zuckerschoten Hähnchen Cilantropesto Mandeln 1

Blade Steak Avocado Fava Paprika


Als ich gestern bei Metzger Zorn die Pollo fino holte, lag da auch wieder ein Stück Blade Steak. Eigentlich ist das fies, die haben entweder Blade oder Flank Steak, ähnliche Stücke Fleisch, fast immer im Sommer vorrätig. Mir hat die nette Frau im Verkauf mal erzählt, daß sie eine anspruchsvolle Grillgemeinde beliefern (was bedeutet, daß die Leute das amerkanische Niedertemperatur/Indirektgrillen für sich entdeckt haben). Und dafür sind diese relativ preiswerten Stücke Fleisch hervorragend geeignet.

Aber ich erzähl ja eigentlich nix Neues,

Dazu gab es, wie auch schon vorher Avocado mit Frühlingszwiebel, Jalapeño, Koriandergrün, Limetten- und Zitronensaft als Salat.

Die gleiche Mischung (ohne Avocado, dafür mit etwas Olivenöl, Apfelessig und einer Prise Zucker) hab ich ein paar Stunden vorher angerührt, um das Steak zu marinieren.

Das hat allerdings kaum geschmacklich Eindruck gemacht, sondern hat nur zu dunkleren Stellen auf dem Fleisch geführt (durch den Zucker).

Die andere wohlbekannte Zutat sind die Fava oder Saubohnen gewesen (tut mir leid, aber jetzt haben sie in Deutschland Saison). Die gab’s in Kombi mit Paprikarauten, Kirschtomaten und Parmesan. Das hat wie immer total lecker geschmeckt.

Das Fleisch wurde erst scharf angebraten und dann in einen Ofen von 150 C gegeben, wobei mein Temperaturfühler wieder zum Einsatz kam. Es waren bestimmt nicht mehr als 10 Minuten im Ofen. Dann 5 Minuten in Alufolie, der austretende Fleischsaft kam zurück in die Pfanne, um zu reduzieren und kam als Fleischsaft über das geschnittene Steak.

Gerade im Sommer immer wieder gut!

Wenn man viel Koriandergrün benutzt, verändert sich alles im Salat (ich weiß, daß viele Leute das Kraut nicht ausstehen können, aber ich bin auch Konvertit und immer wieder überrascht, ob der Geschmackserlebnisse mit Cilantro (siehe Rezepte von Yotam Ottolenghi).

Blade Steak Avocado Saubohnen Paprika 1

Blade Steak Avocado Saubohnen Paprika 2

Pollo fino Capunti alla puttanesca


Bei der Metzgerei Zorn gab es eingelegte entbeinte Hähnchenunterschenkel – Pollo fino. Die hab ich bisher noch nicht gemacht, also nahm ich ein paar mit, um zu schauen, was man daraus machen könnte. Ursprünglich dachte ich daran sie zu füllen, aber der Wille schwand mit steigenden Temperaturen. Außerdem hatte ich nur Cranberries und Nüsse, und darauf hatte ich gerade keine Lust.

Vor allem, weil ich mich mit der Beilage schwer tat. Es gab Padina-Linsen, Puy- und rote Linsen, alle möglichen Nudeln, Kartoffeln, Basmati, China- und Thaireis, außerdem Arborioreis für Risotto.

Aber es gab ein Packet Nudeln, das hatte ich um die Weihnachtszeit geschenkt bekommen, eines mit eingebauter Würzmischung. Es waren Capunti, eingedrehte Nudeln, wie handgerollt, mit einer Würzmischung für die Puttanescavariation.

Ich hab mich an die Packungsanleitung gehalten, muß aber sagen, daß die Gewürze frisch viel besser sind. Es war irgendwo zwischen intensiv und strohig.

Das Hähnchen hab ich einfach so belassen (es war ja schon gewürzt). Das hat auch ganz gut geschmeckt. Ich werde es aber irgendwann tatsächlich füllen, weil ich denke, daß es davon profitieren kann.

Ob ich dann nochmal die Würzmischung zu den Capunti mache glaub ich eher nicht.

Wie man an den Fotos sieht, hab ich die Pasta durch großzügige Beigabe von Parmesan versucht positziv zu beeinflussen, das hat aber nur eingeschränkt funktioniert.

You can’t win ‚em all!

Pollo Fino Caputi puttanesca 1

Pollo Fino Caputi puttanesca 2

Ochsenherz Meeresfrüchte Jalapeños Bohnen


Ich träumte diesen Salat.

Wirklich.

Es war so heiss, daß ich schläfrig geworden war, und ich legte mich hin, war aber im Gedanken schon beim Abendessen.

Das hatte offensichtlich Wirkung, und irgendwann später sprang ich auf und wusste, was es sein sollte.

Also hab ich wieder mal meinen teuren Gemüsehändler und den italienischen Fischhändler auf der anderen Kreuzungsseite besucht.

Der Fischhändler hatte nicht nur die gewünschten Gambas, sondern auch Calamaretti, da konnte ich nicht Nein sagen.

Mein ursprünglicher Plan war gewesen, eine Aioli anzurühren, aber in Anbetracht der Temperaturen machte ich das Ganze etwas leichter.

Beim Fischhändler gab es 2 Calamaretti etwas kleinerer Art, dazu 4 Gambas, prächtige Burschen.

Beim Gemüsemann erstand ich Petersilie und Korianderkraut, ein paar Jalapeños (die waren endlich mal mit Bums unterwegs), eine Handvoll grüne Bohnen,

einen sehr schönen Salatherz-Salat und eine Ochsenherztomate.

Das Dressing bestand aus 4 El Olivenöl, 1 El Apfelessig, Salz, 1 El Limettensaft, 1/2 Tl Limettenabrieb, 1 Sardelle, zerstampft, und einer Knoblauchzehe, zerrieben.

Dazu noch ein El Dijonsenf. Alles gut miteinander vermischen und über den Salat verteilen. Der Limettenabrieb in Kombination mit dem Koriandergrün war sehr apart, und hatte natürlich Anklänge an mexikanische Gerichte, bei der eine Avocado auch nicht fehl am Platz gewesen wäre.

Nachdem die Meeresfrüchte soweit vorbereitet waren (Gambas schälen, Darm ziehen, würzen, Calamaretti vom Inneren befreien, das Chitinschwert nicht übersehen, die Tentakeln im Ganzen vor den Augen abschneiden, würzen), wurden sie scharf und schnell mit Knoblauch angebraten. Die Calamaretti würden sonst zäh. Danach die Bohnen, die vorher schon bißfest gekocht und kalt abgebraust worden waren, mit einer weiteren Prise Salz und Knoblauch in der gleichen Pfanne durchgeschwenkt, damit auch sie warm auf den Salat kamen. Koriandergrün und Petersilie wurden gerecht verteilt.

Dann wurde nur noch angerichtet, fotografiert und genossen!

 

Ochsenherz-Tomate

 

Gambas Calamaretti Bohnen Ochsenmaul Jalapenos 1

 

Gambas Calamaretti Bohnen Ochsenmaul Jalapenos 2