Aprikosenkuchen


Vor kurzem erzählte ich von den jungen Damen im Stall, die gerne meine Backergüsse probieren. Am Sonntag war es wieder soweit.

Auf dem Markt gestern sah ich erste Aprikosen und kaufte ein Pfund davon. Die ältere Verkäuferin sagte beim Überreichen, daß sie noch steinhart seien.

Ich hab die Früchte zuhause gegoogelt, weil ich mir unsicher war ob ich saftig süße Früchte brauche oder nicht, Jedenfalls hab ich eine Weile nach einem Rezept geschaut und endlich auf einer Seite (Mammas Rezepte) fündig geworden. Einfach, und ich mußte nur noch Quark (Magerstufe) besorgen. Ich schrieb mir das Rezept auf, blieb aber noch sicherheitshalber auf der Seite und bereitete alles vor. Dabei (also wirklich dabei, beim Machen, fiel mir auf, daß eine Zutat auf dem Zettel bei der Verarbeitung plötzlich keine Rolle mehr spielte. Da es sich um Speisestärke handelte, war es für mich eine Gewissensentscheidung, ob ich den Kuchen jetzt mit oder ohne Mondamin backe, weil die Stärke spielt ja normalerweise eine wichtige Rolle. Ich gab es dann dazu, weil ich dachte, es hätte sonst nicht auf der Zutatenliste gestanden.

Was mir auch auffiel war, daß die Teigmasse sehr trocken war, aber beim Backen durchaus eine Saftigkeit und Krume entwickelte. Die Backzeit war allerdings fast doppelt so lang, trotz sklavischen Einhaltens der Rezeptvorgaben.

Die Zutaten:

2 Eier, getrennt

150 g Zucker

1 Packung Vanillezucker

150 g weiche Butter

150 g Quark Magerstufe

200 g Mehl

Prise Salz

40 g Speisestärke

1 gehäufter Tl Backpulver

abgeriebene Zitronenschale

500 g Aprikosen, entsteint, geschält (Ich hab meine zweimal mit kochendem Wasser überbrüht, sie ließen sich nicht schälen-hat überhaupt nicht gestört)

Das Rezept schlägt außerdem Tortenguss oder Puderzucker vor.

 

Springform von 24 cm buttern und mehlen

Eier trennen

Eiweiss steif schlagen

Eigelb, Zucker und weiche Butter schaumig schlagen (elektrische Handmaschine)

Vanillezucker, Quark unter die Eigelbmasse rühren (mit dem Holzlöffel).

Mehl, Salz, Backpulver, Speisestärke und Zitronenzeste mischen und mit dem Eiweiss in den Teig verrühren.

In die Kuchenform geben, glatt streichen

Aprikosenhälften darauf verteilen

 

Der Kuchen sollte nach Rezept auf mittlerer Schiene 35-30 Minuten brauchen, insgesamt war er 60 Minuten im Ofen.

Weil ich befürchtete, die Aprikosen seien zu sauer, schaute ich mir einen weiteren Konditoren/Hausfrauentrick ab:

Es gibt den Fachausdruck Apricotage (bestimmt unter Konditoren)

Es beschreibt das langsame Erhitzen von Aprikosenmarmelade, die anschliessend durch ein Sieb gegeben wird. Ich sah, daß alle Schwebstoffe damit gefiltert wurden.

Diese raffinierte Aprikosenkonfitüre ist sehr fein und ganz klar und wurde gleich auf der Oberfläche der Früchte auf dem Kuchen verteilt.

Die jungen Damen fanden den Kuchen gut. Ein Mitarbeiter im Geschäft, der vor langer Zeit Bäcker gelernt hatte, meinte er müsse ein bißchen saftiger sein, um mich gleich zu warnen es nicht zu übertreiben, sonst „ersaufen die Früchte“. Ich bin mit dem Kuchen ganz zufrieden und hab sogar festgestellt, daß die Aprikosen, die wirklich säuerlich sind, zusammen mit dem Aprikosenanstrich und dem süßen Kuchen einen schönen Kontrast abgeben.

 

Aprikosenkuchen 2

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Aprikosenkuchen

  1. BAG sagt:

    Das Ding war richtig gut!!! Die Aprikosen genau richtig, nicht zu süss, nicht zu sauer und den Teig fand ich klasse, ich mochte den Kontrast zwischen den saftigen Aprikosen und dem Teig. Übrigens bin ich keines der jungen Mädchen *g*

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