Französische Zwiebelsuppe


Ich hab schon ewig keine Suppe mehr gemacht, und wollte etwas leichteres als ein echtes Abendessen für einen Sonntagabend. Mein Unterbewusstsein hat mir hier einen Strich durch die Rechnung gemacht 😉 .

Gestern auf dem Markt hatte ich ja Käse und dann ein Stück Lachs gekauft. Zwischen diesen beiden Ständen hatte ich den Geistesblitz, eine französische Zwiebelsuppe zu machen. Die hab ich seit bestimmt 40 Jahren nicht mehr gegessen. Der zweite Käsestand liegt auf dem Weg zum Fischstand. Er hat einige Frischkäsezubereitungen, die Herr Ruf nicht hat, sowie eine Sammlung von Hartkäsen, die Herr Ruf auch nicht hat (Cheddar, zum Beispiel). Aber er hatte einen jungen Comté, den ich manchmal statt eines Gruyere kaufe. Also nahm ich ein Stück mit. Dann den Lachs geholt und dann zum Pfälzer, der Gemüsezwiebel und des Suppengrüns wegen. Die Zwiebel war auch ordentlich groß (250 g) und es reichte eine. Beim Metzger gab es Rinderknochen und ein Stück mageres Suppenfleisch von 350 g.

Außerdem hab ich vom Bäcker noch zwei Brötchen mitgenommen, für die Haube.

Zuhause angekommen hab ich den Schnellkochtopf mit Fleisch, Knochen und kaltem Wasser aufgesetzt. Sobald Überdruck bestand hab ich die Hitze reduziert und das Fleisch eine knappe Stunde

kochen lassen. Danach hab ich ihn abkühlen lassen, aufgemacht, das grob zerteilte Suppengrün dazugegeben und nochmal knapp eine Stunde erhitzt.

Ich hab den Topf übernacht stehen und auskühlen lassen.

Heute mittag hab ich den Topf aufgemacht und das festgewordene Fett mit einer Seihkelle entfernt. Natürlich auch das verkochte Gemüse. Das magere Fleisch kam in den Froster, das wird mal Füllung für Ravioli oder Maultaschen.

Die Flüssigkeit hab ich durch ein Sieb gegeben, Profis benutzen ein Mulltuch, um die Trübstoffe herauszufiltern. Meines ist mir abhanden gekommen.

Heute Abend hab ich die Zwiebel geschält, halbiert und in relativ feine Streifen geschnitten. Das gab eine große Menge Zwiebeln. Die wurden bei relativ kleiner Hitze ohne Farbe zu nehmen fast eine halbe Stunde gegart und hatten dann fast ihre ganze gespeicherte Flüssigkeit abgegeben.

In der Zwischenzeit hab ich die Brühe auf der höchsten Hitze einreduziert. Ich hab einen Spritzer Port und einen weiteren Spritzer Weißwein dazugegeben. Insgesamt kochte die Flüssigkeit auf etwa 4/5 der Menge ein. Dann erst wurde nachgesalzen und eine Prise Cayenne kam auch dazu. Dann kam die Brühe zu den Zwiebeln und kochte weitere 5 Minuten. Das war auch notwendig, weil sie in der Zeit den Zwiebelgeschmack angenommen und den Zucker (der Zwiebel) vom Topfboden gelöst hatte. Kurz, die Suppe kam langsam zusammen. Im warmen Ofen hatte ich in der Zwischenzeit ein Brötchen quer in Scheiben geschnitten und in den Ofen gelegt, um zu trocknen. Einmal gewendet waren die Scheiben nach 20 Minuten soweit. Jetzt kam die Suppe in die kleine Schüssel, die Brotscheiben darauf und der geriebene Comté darüber und in den Ofen, bei Oberhitze und 220 C. Das hat gerademal 5 Minuten gedauert. Wie man auf dem Foto sieht, hab ich es vielleicht mit der Menge Käse etwas zu gut gemeint, aber die Suppe hat großartig geschmeckt, Kalorienbombe hin oder her!

 

Französische Zwiebelsuppe 1

 

DSC_0391

 

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Ein Kommentar zu “Französische Zwiebelsuppe

  1. Sehr lecker! Lieben Gruss und einen guten Start in die neue Woche, Jenni

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