Wolfsbarsch Babyspinat Kräuter Berberitzen Feigen Bärlauch Pistazien Comté


Gestern war ich auf einem sehr unterhaltsamen und schönem Geburtstag in der Karlsruher Gegend. Ich hab auch in KA übernachtet und die Gelegenheit genutzt, wieder mal auf den Markt auf dem Gutenbergplatz zu gehen. Dieser Markt bleibt schön, er ist toll umsäumt von Jugendstilhäusern mit Restaurants, schicken Läden und schönen und teuren Wohnungen. Die Händler sind immer noch die gleichen, zwei haben gefehlt, es sieht aber aus als hätten sie Urlaub.

Ich hab bei dem großen Pfälzer Stand Babyspinat und Kräuter für Salat gekauft, beim Wild- und Fischhändler gab es den Wolfsbarsch, den ich mir filetieren ließ.

An den beiden Käseständen bin ich auch vorbeigeschlichen, aber obwohl sie auch gute Produkte anboten, gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen ihnen und dem Affineur Ruf aus Pforzheim.

Ich habe, bevor ich weitergezogen bin, noch bei einem Spezialstand für getrocknete und kandierte Früchte getrocknete Berberitzen und getrocknete Feigen gekauft.

Alles in allem ein schöner Markt mit viel Auswahl, auch mit Produkten, die es in Pforzheim nicht gibt, wie den Pilzspezialisten aus Südbaden, der ganzjährig ungewöhnliche Pilzsorten anbietet, oder den Franzosen mit seiner Auswahl an französischen Salamis, Oliven und anderen Spezialitäten.

Was aber vergleichbar ist, ist in Pforzheim ebenso gut, manchmal auch besser, siehe den Käsehändler. Das war auch der Grund, daß ich nach dem Besuch des Gutenbergplatzes schnell weiter zum Turmplatz in Pforzheim gefahren bin, um schnell noch Käse zu kaufen. Auf dem Weg zum Stand kam ich aber am großen türkischen Gemüsestand vorbei, und der hatte sowohl preiswert Minze und Koriandergrün. Das sind Ottolenghi-Kräuter, und ich konnte nicht Nein sagen, sondern habe mir zusätzlich noch eine dicke Artischocke geleistet (gibt es Morgen).

Nach dem Käseeinkauf ging es wieder nach Hause, um das Abendessen zu planen.

Ich hab mich entschlossen, die Viktualien auf zwei Tage aufzuteilen und heute den Wolfsbarsch mit Salat zu machen.

Babyspinat ist zart wie Feldsalat, eigentlich ist er zarter mit ganz feinem Geschmack. Die Kräuter waren eigentlich Blätter wie Beteblätter, Rucola, Borretsch und einiges anderes.

Insgesamt keine heftigen Kräuter wie beim Wildkräutersalat. Also wollte ich ein ungewöhnliches Dressing, das ich ganz einfach aus Schalottenessig, Olivenöl und ganz feingehackten Feigen und Salz gemixt habe. Ich hab es dann noch mit dem Stabmixer versucht homogen zu pürieren, aber es war zuwenig Flüssigkeit und hinterliess Stückchen. Die wiederum waren aber angenehm, weil sie eine leichte Süße hatten, die die säuerlichen Berberitzen ausgleichten und den Salat interessanter machten. Für den Crunch sorgten die mit Honig leicht gesüßten und außerdem gesalzten Sonnenblumenkerne, die auch sehr angenehm waren.

Der Wolfbarsch wurde gesalzen und zuerst auf der Hautseite in Olivenöl angebraten, dann gewendet und fertiggegart.

Das Pesto für den Fisch bestand aus einem halben Bund Bärlauch (der erste dieses Jahr), etwa 30 g Pistazien, die ich noch zuhaus hatte, in Ermangelung von Parmesan ein Stück ganz alten Comté ( 36 Monate alt), der auch schon bröckelig wie Parmesan war stattdessen benutzt und natürlich Olivenöl und wieder den Mixer. Beim abschmecken fiel mir die Schärfe des Pestos auf, die interessanterweise auf dem Fisch komplett verschwunden war. Die Kombi Wolfsbarsch und Bärlauchpesto hat sehr gut funktioniert, das würde ich gleich wieder machen. Auch der Salat hat sich gelohnt.

Je ne regrette rien.

Wolfsbarsch Babyspinat Kräuter Berberitzen Feigen Sonnenblumenkerne Bärlauchpesto

 

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