Stubenküken Pastinaken Karotten Champignons Zitronen Ingwer Sauce


Jetzt ist es wieder Routine am Samstag auf den Markt zu gehen. Da gab es auch zwei Ereignisse, die ich so noch nicht erlebt habe, aber sehr lustig. Ich war am Käsestand des Herrn Ruf, der mich persönlich bediente. Es waren vielleicht schon zehn Minuten vergangen zwischen bestellen, probieren und fachsimpeln. Ich hatte gerade ein Stück Gorgonzola bestellt, und er brachte zwei zur Auswahl und bot mir verschiedene Möglichkeiten an, eine Scheibe oder ein Stück abzuschneiden. Ich sagte ihm, wie ich den Käse gerne hätte und erzählte ihm vom Rezept für Pasta in Gorgonzolasauce von Cornelia Poletto. Zuerst fragte ich ihn allerdings, ob es ihn interessierte. Nachdem er das bejaht hatte, erzählte ich kurz vom Rezept. Plötzlich sagt die Frau des Paares neben mir: ‚was macht man da genau?‘ Ich wollte sie nicht anlügen (weil ich es nicht genau wußte)und meinte , sie sollte es googeln. Im Rezept wird statt Sahne Hühnerfond benutzt, und es schmeckt super. Jedenfalls entwickelte sich eine kleine Unterhaltung. Anschließend wollte ich noch ein halbes Pfund bretonischer Butter und meinte zu Herrn Ruf, daß es eine viel bessere Butter sei als die, die ich früher im Supermarkt kaufte. Darauf fragte ein etwas älterer Herr zu meiner linken, was denn der Unterschied sei, was ich ihm dann erklärte (Frische, Haltbarkeit, Konsistenz, tolles Verhalten in der Pfanne), worauf er auch ein Stück einkaufte. Daraufhin haben Herr Ruf und ich Witze darüber gemacht, daß ich nur den ganzenTag am Stand stehe, um die Leute zu animieren. Bezahlung natürlich in Käse. Tja, und als ich bezahlte, hat er mir tatsächlich ein Extrastück Käse in meine Tüte geschmuggelt  🙂

Am Stand daneben gibt es frisches Geflügel. Wer diesen Blog liest, weiß wie sehr ich diese kleinen Stubenküken mag. Sehr lecker, zart und leicht zuzubereiten.

Beim Pfälzer gab es Pastinaken und Champignons. Zitronen, Ingwer und Schwarzwälder Schinken hatte ich zuhause.

Die Karotten wurden geschält, in Scheiben geschnitten und ein paar Minuten blanchiert. Die Pastinaken wurden ebenfalls geschält, aber länger gelassen. Beide kamen als Unterlage für das Stubenküken in eine Emailschüssel mit ganz wenig Wasser. Ich hab leicht gesalzen.

Das Küken bekam eine halbe Zitrone und eine halbe Zwiebel in die Bauchöffnung, wurde auf das Wurzelgemüse gesetzt und ging zehn Minuten bei 200 C in den Ofen. Danach wurde der Herd auf 170 C heruntergedreht, das Küken wurde ebenfalls gedreht (10 Minuten) und wieder zurückgedreht.

Für die Sauce hab ich eine halbe Zwiebel, eine Knoblauchzehe angebraten, mit Noilly Prat abgelöscht, ein Glas Hühnerfond dazu, einen Zweig Thymian und ein paar Rosmarinnadeln dazu, ein 3 cm Stück geschälter und kleingehackter Ingwerwurzel, dem Saft einer halben Zitrone und dem Abrieb einer ganzen Zitrone eingekocht auf etwa ein Drittel. Dann hab ich die Sauce durchgeseiht und mit Speisestäke abgebunden. Die Sauce war der Hammer!

Nach 50 Minuten hab ich die geviertelten Champignons mit einer Scheibe röschen Schwarzwaldschinken in Butter/Ol angebraten.

Das Küken nahm ich nach einer Stunde raus und hab es ein paar Minuten ruhen lassen. In der Zeit wurden die Karotten/Pastinaken nochmal gesalzen und mit einem ‚arabischen Orangengewürz‘ nachgewürzt (Koriander, schwarzer Pfeffer, Fenchel, Cumin, Ingwer, Tomatenflocken, Knoblauch, Paprika, Orangenöl).

Das Küken war wunderbar zart, das Gemüse hat sehr gut dazu gepasst, wobei die Bacon-Champignons eine kräftige Umaminote beitrugen.

Kohlehydrate hab ich keine vermisst 🙂

Stubenküken Karotten Pastinaken Champignons Speck

 

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