Ente Mirabellenchutney Hokkaido Kartoffel


Beim Kochblitz letztes Wochenende hatte ich auch ein Pfund rote Mirabellen vom Pfälzer auf dem Markt gekauft. Wir hatten früher selbst einen Baum, aber die Früchte waren größer und gelb. Diese hier waren etwas größer als Kirschen und mittelrot. Sie waren, wie die anderen Mirabellen, nicht so sehr toll im Mundgefühl, fast ein wenig mehlig, aber ich dachte ich könnte sie einkochen. Allerdings hab ich im Moment einige Marmeladen im Kühlschrank und wollte das Arsenal nicht unbedingt vergrößern, da fiel mir die Gruppe der Chutneys ein, aus der ich schon lange nichts mehr gemacht habe.

Heutzutage haben Chutneys ja sogar ein zweites Leben als Käsebegleiter erhalten, wovon ich allerdings ebensowenig halte wie von exotischen Senfsorten zu Käse. Mir kommt das so vor (man möge mir verzeihen), wie “Teetrinker”, die über Fruchtteesorten mit künstlichen (oder auch natürlichen) Aromen diskutieren-entweder es ist Tee… oder nicht. Will ich Käse-oder Beiwerk? Und die Frage stellt sich nach welchem Käse. Aber genug davon.

Jedenfalls hat es Spaß gemacht, das Chutney nach eigenem Gusto abzuschmecken, deshalb hier nur etwaige Angaben:

525 g Mirabellen, entsteint

3 gehäufte El brauner Zucker

1 Zwiebel, kleingehackt

2 Knoblauchzehen, kleingehackt

50 ml Himbeeressig

50 ml Weißweinessig

Salz

1/2 Scotch Bonnet Chili, ohne Kerne

1/8 l Weißwein

1 El Hot Curry

1/2 Tl gemahlener Koriander

1/2 Tl gemahlener Pfeffer

Alles einkochen lassen, es muß/soll nicht zu glatt werden. Meine Mischung war nicht zu süß, hatte eine angenehme Säure, die Schärfe hielt sich in Grenzen und den Curry konnte man nur als Note erahnen.

 

Ich dachte, eine Entenbrust könnte dazu gut schmecken, da Geflügel, speziell Ente, gerne mit Süßem gepaart wird.  Die Ente hab ich wie immer gemacht:

Haut in Rauten schneiden, Sehnen auf der Rückseite entfernen

Salzen, pfeffern

Scharf in Olivenöl anbraten, bis Rauten knusprig sind, wenden

nach 2 Minuten bei 180-200 C 10 Minuten im Backofen parken

Hitze ausdrehen, Pfanne weitere 5 Minuten im Ofen lassen

Aufschneiden und anrichten

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Dazu gab es eine Kombi aus Hokkaidokürbisstückchen und Kartoffelscheiben. Die wurden in Olivenöl geschwenkt, dazu kam Fleur de Sel, frischer Thymian (6 Stängel) und grober schwarzer Pfeffer. Außerdem ein paar Scheiben Chili, mein kluges Buch sagt, es seien Anaheim-Chilis (fruchtig/nicht so scharf)

Sie brauchten etwa 45 Minuten bei 190 C, und ich hab zur Halbzeit alles gewendet und noch einen Löffel Olivenöl dazugegeben.

Geschmack-lecker, wobei der Kürbis mehliger ist als die Kartoffel. Ich könnte mir vorstellen, da mit Zeste (Orange/Zitrone) vielleicht den Geschmack etwas “leuchtender” zu machen, aber es hat auch so gut geschmeckt.

Das Chutney hat übrigens gut zur Ente wie auch zu den Hokkaidostücken gepasst, insofern war alles gut.

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One comment on “Ente Mirabellenchutney Hokkaido Kartoffel

  1. […] Rezept zum Chutney gibt es hier. Das Chiliragout hab ich deswegen nochmal gemacht, weil es mir das erste Mal sehr gut geschmeckt […]

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