Stubenküken Polenta eingelegte Zitronen


Im italienischen Supermarkt gibt es verschiedene Polenta Veronese (eine Spezialität, von der ich nichts wusste). Das Besondere daran ist, daß diese Polenta nicht ‚Instant‘ ist, sondern nach der alten Art gerührt werden muß. Es gibt wenig zuverlässige Beschreibungen, aber eine die ich fand, ist aus dem Buch ‚Heat‘ von Bill Buford, einem Foodjournalisten in der Stadt New York im Jahr 1994, der sich bei Mari Batali, einem bekannten Fernsehkoch des ‚Food Network‘ und prominenter Besitzer des ‚Babbo‘ in der Stadt als Kochsklave/Praktikant verdingte (und ein Buch darüber schrieb). Er beschreibt den täglichen Wahnsinn eines sehr guten Restaurants und widmet sich mit zunehmendem Können immer schwierigeren Aufgaben, wie zum Beispiel dem Geheimnis der perfekten Polenta.

Er beschreibt, wie auf der Anleitung immer eine Kochzeit von 40 Minuten angegeben wird, wie auch die Anweisung, die Polenta laufend zu rühren. Nach ihm stimmen beide Vorgaben nicht, sondern wird die Polenta auf kleiner Flamme ab und zu gerührt (klassischerweise im Kupferkessel) und bei Bedarf etwas Wasser hinzugefügt. Im Restaurant hat dieser Prozess bis zu drei Stunden gedauert, wobei die Polenta verschiedene Phasen durchläuft, bis sie dann süß und griffig und ANDERS ist. Er beschreibt das als ‚epiphany‘, als definierenden Moment oder Augenblick der Klarheit.

Meine Polenta hat es glaub ich gerade mal in den Anfang der zweiten Phase geschafft, aber ich gebe nicht auf. Sie war jetzt schon glatter und leckerer als Instantprodukte – wir werden sehen. Etwas Parmesan hat es als Haube draufgegeben.

Das Stubenküken hingegen ist ein alter Bekannter. Ich esse es sehr gerne, es braucht nicht zu lange im Ofen und bleibt zart und saftig. Ich hab ihm Rosmarin und Thymian in die Bauchhöhle gestopft, das hat toll gerochen.

Es braucht etwa 50 Minuten bei einem Gewicht von etwa 450 Gramm. Ich drehe es zuerst 20 Minuten auf die Brust, dann wird es gewendet. Die letzten 10 Minuten mache ich das nochmal.

Ansonsten wollte ich die marokkanischen eingelegten Zitronen ausprobieren, die ich vor einigen Monaten in Frankreich mitgenommen habe. Was kann ich sagen – sie riechen anfangs etwas scharf und konzentriert, zwei hab ich der Länge nach geviertelt und mit den Kräutern, Knoblauch und Olivenöl in den Topf mit dem Huhn gegeben, nach halber Bratzeit hab ich ein Glas Weißwein dazugegeben, das hat gereicht. Der Duft war hinreißend, der scharfe Duft wich einem wunderbaren Aroma – die Zitronenviertel hab ich dann noch mit der Gabel in die Olivenöl/Fleischsaftmischung hineingedrückt… göttlich!

Als Beilage gab es einen Artischockensalat (wird im nächsten Post beschrieben).

 

Stubenküken-Polenta-Eingelegte-Zitronen-Steinpilze

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s