Seehecht Puy-Linsen Salbei


Es hat was, wenn der Fischhändler keine 50 Meter weg seinen Laden betreibt. Es ist sogar noch besser, wenn er Empfehlungen ausspricht, wie: “ Bei uns wird der nur in Mehl gewendet und angebraten. Den essen wir sehr gerne.“

Das ist mal eine Ansage von einem italienischen Fischhändler, der jede Nacht seine Ware aus Italien bezieht (und nicht vom Großmarkt in Bruchsal oder vielleicht Stuttgart). Man merkt’s jedenfalls, wobei ich nix gegen die anderen Märkte habe. Nur die Auswahl ist eine andere.

Jedenfalls hatte er mir schon das letzte Mal vom Seehecht erzählt, einem Fisch, den ich noch nicht gegessen habe.

Der hat zudem den Vorteil, ganz preiswert zu sein- hier €1.19 für 100 g- die Hälfte bis ein Drittel von anderen Edelfischen.

Er hatte einige größere (500-700 g) und 4 kleinere da liegen. Bei den kleineren sagte ich leichtsinnigerweise die nehm ich, sofort wurden alle 4 ausgenommen und eingepackt. Nach meinen Berechnungen etwa 500 g Fisch, brutto.

Andererorts hatte ich Puy-Linsen aus dem schönen Frankreich gekauft, Suppengrün war zu Hause, ebenso Salbei noch vom letzten Markttag am Samstag. Beim Edel-Gemüsehändler nebenan bekam ich noch eine San Marzano Tomate.

Linsengemüse:

40 g Puy Linsen

1 kleine Karotte brunois geschnitten

10 cm Lauch, ebenso

1/2 Knoblauchzehe

1 San Marzano Tomate in Würfeln

1 Chili Schote (1/2 für Weniger-scharf Esser)

1 Schuss Balsamico

Salz

Das Suppengemüse und den Knoblauch in Öl anbraten, Linsen zugeben, Wasser dazu (nur leicht bedecken), einköcheln lassen. Das dauert etwa eine halbe Stunde. Wenn die Linsen bissfest und fast trocken sind, die Tomatenwürfel dazu, Deckel drauf. Jetzt auch die Chilischote und das Salz. Hier kann man auch einen Schluck Wein oder ähnliches hineingeben.

Wieder fast trocken einkochen lassen, Balsamico dazu, kurz aufkochen, abschmecken.

 

Der Seehecht wird nachgeputzt, die schwarze Innenhaut weggerieben, dann gesalzen, mit Zitrone bespritzt und in Mehl gewendet. In einer Pfanne eine gute Menge Öl erhitzen (ganz normales Rapsöl). Jetzt hab ich zuerst kurz meine 5 Salbeiblätter frittiert ( kein Foto-verschwitzt) und auf Krepp abgelegt. Das dauert etwa 10 Sekunden, hat aber sehr gut geschmeckt. Dann kommt der Seehecht in die Pfanne, bei mir gab es 2 größere und zwei kleinere, also wurde das in Etappen bewältigt.

Danach nur noch anrichten und genießen-Petersilie und Zitrone ist hier übrigens keine 08/15 Deko, sondern klassisch und passend. Nächstes Mal frittier ich die krause Petersilie auch gleich mit.

Bemerkung: Seehecht läst sich sehr leicht von einer vierkantigen Mittelgräte lösen. Andere hat er nicht, ist also ein idealer Fisch für Grätenphobiker (von denen ich ein paar kenne). Außerdem war er sehr wohlschmeckend und zart und saftig und erinnerte mich an einen meiner Lieblingsfische, die Dorade. Und der Salbei hat richtig gut gepasst.

Tolle Neuentdeckung für kleines Geld!

Seehecht-Linsen-Salbei-1

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