Kartoffelravioli Rotweinsauce Steinpilze


Eigentlich war ausgemacht, ein zünftiges Wochenende zu gestalten, zumindest, was das Essen angehen sollte. Ich wollte einen Schweinebauch auf zwei Tage machen, dazu einerseits Bayerisch Kraut für Frau B., andererseits Krautsalat für mich.

Doch dann sah ich die kleinen Steinpilze aus dem Elsass (Die kommen aus den Vogesen, sind ziemlich selten…) und war hin und weg.

Bei Steinpilzen kann ich nicht Nein sagen. Ich finde, für die würde es sich lohnen Vegetarier zu werden.

Zu all dem kam, daß ich vor kurzem einen Blog entdeckt habe, den ich vorher nicht kannte, der mir sehr gut gefällt:

kaquu’s Hausmannskost .  Und dort hat Wolfgang von kaquu einen Kartoffelteig gemacht, der mich interessiert hat. Ich hab ihn nicht so genau nachgebaut (hätte ich vielleicht tun sollen), außerdem hab ich den Schluß überlesen, in dem er den Raviolo brät. Ich hab meine Ravioli stattdessen wie Nudeln in Wasser gegart, bis sie oben schwammen. Sie waren sehr weich, haben aber durch die Fülle gut geschmeckt. Trotzdem werde ich morgen den Rest anbraten, um ein knackigeres Mundgefühl hinzubekommen.

Es war eine gute, wenn auch mächtige Vorspeise, die nach Gästen gerufen hat. Mein Hauptproblem war mal wieder das anrichten, bzw. das Foto, das den Genuss nicht wirklich dokumentieren kann.

Kartoffelteig:

3 große Kartoffeln, gekocht und ausgekühlt

kleine Handvoll Kartoffelmehl

große Handvoll Mehl

Salz, Pfeffer, Muskat

1 Eigelb

geschmolzene Butter, eigroß

Alle Zutaten mischen, Teig ruhen lassen. Bei mir mußte noch Mehl hinein, und zwar immer wieder.

Trotzdem ließ sich der Teig leicht ausrollen.

Ich hab pro Person 3 Ravioli gemacht, brauchte also 12 Scheiben.

Die hab ich dann ausgestochen und beiseite gestellt.

Füllung:

1 Rinderbeinscheibe

1/3 Suppengrün

Lorbeerblatt

Pfefferkörner

3 El Ricotta

Salz, Pfeffer

Die Rinderbeinscheibe in kaltem Wasser erhitzen, Lorbeerblatt und Pfeffer gleich dazu, eher ziehen als köcheln lassen-

2 Stunden

Nach einer Stunde das kleingeschnittene Suppengrün dazugeben. Einkochen.

In einem frischen Topf  Schalotten anbraten, mit Tomatenmark mischen (5 cm), weiter anbraten, mit 1/8 Rotwein auffüllen, dann die Rinderbrühe durch ein Sieb dazugeben und wieder reduzieren. Mit etwas Speisestärke abbinden.

Abschmecken.

Die Rinderbeinscheibe auskühlen lassen, von Sehnen und allem gallertartigem Gewebe befreien, den Rest in kleine (4mm) Würfelchen schneiden. Insgesamt war das vielleicht 60 g schieres Fleisch.

Dazu kamen 3 gehäufte Löffel Ricotta und 2 El eingedickte Sauce. Außerdem 1 El gehackte glatte Petersilie.

Auf die ausgestochenen Kartoffelscheiben kam ein El Füllung, danach wurden die Scheiben mit einer Gabel am Rand versiegelt.

Ich hab sie dann in siedendem Wasser ziehen lassen. Sie waren ziemlich weich und fluffig.

Später hab ich im Originalrezept gesehen, daß kaquu die Dinger brät! Also nächstes Mal!

Danach mußte ich nur noch anrichten. Am Ende wurden je 3 fluffige Ravioli auf dem Teller verteilt, mit Sauce napiert und mit in Butter, Schalotten, Knoblauch und Petersilie gebratenen Steinpilzen serviert.

Lecker!

Allerdings werde ich sie morgen (ich hab noch was übrig) anbraten.

Ein Kommentar zu “Kartoffelravioli Rotweinsauce Steinpilze

  1. Wolfgang sagt:

    Hallo Alex,
    das die Ravioli auch im Wasser gehalten haben gefällt mir ja, es war einer der Gründe warum ich die Ravioli gebraten habe, schön das dir mein Blog gefällt

    Gefällt mir

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