Sauerfleisch


Manchmal hab ich eine bestimmte Vorstellung davon, wie etwas aussehen soll, oder wie es zubereitet werden sollte, oder auch wie es schmecken soll. Dann mach ich mich daran, es umzusetzen. Und manchmal wird es zwar gut, aber es schmeckt B. nicht, oder mir oder beiden oder das Foto is mal wieder nix.
Dann ist die Frage, ob ich das poste oder nicht.
In diesem Fall schmeckte es mir, aber nicht B., und das Foto war auch nix.
Aber man sollte auch zu seinen schwächeren Ergebnissen stehen.Sauerfleisch

400 g Schweinenacken
2 Karotten in Scheiben
1 Lauch in Stücken
4 Zwiebeln
5 Lorbeerblätter
10 Wacholderbeeren
10 Pfefferkörner
1 Tl Senfsaat
2 Pimentkörner
1/2 l Wasser
1/4 l Weißweinessig
Gelatine nach Bedarf
Salz

Das Fleisch in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Halbringe schneiden.
Wasser und Essig zum kochen bringen, Zwiebeln, Gemüse und Gewürze dazutun, aufkochen, Hitze reduzieren und Fleisch dazugeben. 90 Minuten unter dem Siedpunkt halten, Trübstoffe immer wieder abschöpfen.
Topf abkühlen lassen, im Kühlschrank einen Tag durchziehen lassen.
Manche essen das Sauerfleisch wie eine Sülze, das heißt kalt mit Gelatineschicht. Das wollte ich dieses Mal nicht.

So habe ich das Sauerfleisch im Ofen nochmal warmgestellt, während ich als Beilage Bratkartoffeln gemacht habe. Wie gesagt, meiner besseren Hälfte hat es nicht geschmeckt, aber ihre Erwartungshaltung war eine ganz andere, und hat sich nicht in diesem Gericht widergespiegelt. Ich mag die säuerliche Note bei Fleisch und fand das hier ganz gut. Vor allem war das Fleisch ganz zart, ohne trocken oder faserig gewesen zu sein. Ich hab das Fleisch dann noch mit Senf serviert. Wenn man das Gericht isst, wird einem schon klar, daß die Technik einerseits benutzt wird, um Fleisch haltbar zu machen, andererseits wurde der Essig bestimmt des öfteren eingesetzt, um ein nicht mehr ganz einwandfreies Stück Fleisch zu maskieren…

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One comment on “Sauerfleisch

  1. DianaBagger says:

    In diesem Fall besser KEIN Kommentar.

    Like

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